Ich, Lara, war leider krank, als das Plenum stattfand. Dafür habe ich die Ehre, das Protokoll mit euch zu teilen.
Es gäbe jetzt die Möglichkeit, dass ich es abtippe, aber es ist so lebendig wie der Lebensgarten, jedeR hat mal was drauf geschrieben. Und das ginge verloren. Deswegen bekommt ihr Fotos. Solltet ihr etwas tatsächlich nicht lesen können (manche schreiben nämlich noch Schreibschrift!;)), meldet euch gerne bei mir.
Ansonsten mute ich euch mal die 2 Minuten mehr und erhöhte Konzentration zu, die die Handschrift zu lesen vielleicht benötigt denn schließlich geht es hier um was.
Vielen Dank an alle, die da waren, die sich im Protokoll verewigt haben und danke an Jan fürs Hochhalten der Moderationsfahne.




Luftschlösser durchdenken
Wenn ich es richtig verstanden habe, schlägt Marlene vor, das Schuldenproblem durch eine Bieterrunde (oder Versteigerung o.ä.) zu lösen. Ich vermute, dass dies eines der Luftschösser ist, die durchdacht werden sollten.
Ich hatte schon im Mai letzten Jahres (angeregt durch Angelas Infogarten-Beitrag)
angeboten einmalig 10% meines Jahresnettoeinkommens (Netto meint abzüglich meiner Mietkosten, bei mir 0,00€) zur Schuldentilgung beizutragen, sofern andere Lebensgärtner*innen es mir gleichtun. (siehe dazu weiter unten meinen Infogarten-Beitrag vom 19.05.24)
Dazu möchte ich noch folgende Bedenken durch eine Gegenüberstellung zweier möglicher Perspektiven deutlich machen.
• Der Blick der Lebensgärtnerin Apfelbaum mit 500€ Monats-Nettoeinkommen, die Jahr lang monatlich 10% von 500€, also 50€ zur Schuldentilgung des Vereins ein zahlt gegenüber
• des Blickes Lebensgärtnerin Birnenbaum mit 2500€ Monats-Netteinkommen.und damit einer monatlichen Tilgungsrate 250€.
Für die LG Apfelbaum hat die Abgabe von 50€ eine größeres Gewicht als die Abgabe von 250€ der reicheren LG Birnenbaum, da die LG Birnenbaum sich ja nicht so furchtbar nah am Existenzminimum befindet. So betrachtet muss die vorgeschlagenen Regelung der Apfelbaum ungerecht vor kommen und sie wird einen höheren Freibetrag einfordern, der ihr das Existenzminimum sichert.
Für die LG Birnenbaum hingegen dürfte die 5mal höhere Abgabe im Vergleich zur LG Apfelbaum auch auf Widerstand stoßen, da sie ja aus ihrer Sicht die Lebensgarten-Infrastruktur nicht 5 mal häufiger oder intensiver nutzt. Warum soll sie also für das gleiche 5mal mehr bezahlen als die Apfelbaum, die es offensichtlich nicht fertig bringt für einen anständigen Lebensunterhalt zu sorgen.
Was ist nun gerecht und was ist solidarisch?
19.05.24
Zu Angelas Mail zum Gemeinschaftswochenende.
Vielen Dank Angela für die Offenlegung deiner Sorgen in Hinblick auf das finanziellen Problem unseres Vereins.
Auch ich habe mir über mögliche Lösungen zu unserem Finanzproblem Gedanken gemacht. Soweit ich es verstanden habe, wurde oder wird bisher versucht das Problem dadurch zu lösen, die Mieteinnahmen von der Caia-akademie, die während der Corona-Pandemie reduziert worden sind, wieder auf das handelsübliche Niveau zu heben, um zumindest damit einen Anstieg der Defizite zu verhindern. Damals belief sich das Defizit auf 80 000 €, nun aber ist von 100 000€ die Rede, d.h. das Defizit ist um weitere 20 000 € gewachsen. Auch wenn die Großveranstaltungen der Caia-Akademie, die größere Mieteinnahmen für den Verein generieren sollen (so die Hoffnung) noch vor uns liegen, glaube ich nicht, das sich damit allein die Finanzprobleme des Vereins lösen lassen.
Das Bild vom Verein als ein Wesen, das unsere Zuwendung und Liebe braucht klingt schön, doch was der Verein wirklich braucht ist Geld und das nicht nur zum Ausgleich der Defizite, sondern darüber hinaus auch für die dringlichen Sanierung des Gemeinschaftsgebäudes.
Bisher habe ich nicht gewagt das Naheliegende vorzuschlagen, nach Angelas Bericht jedoch schon. Mein Vorschlag:
Jedes Vereinsmitglied zahlt einmalig einen noch zu ermittelnden Prozentsatz ihres/seines Jahreseinkommens minus die Jahresausgaben für Kaltmiete. Was hieße das für mich, wenn es 10% wären.
Meine Netto-Rente beträgt 889,87€/Monat bzw. 10 678,44€/Jahr.
Da ich keine Miete zahlen muss gibt es da auch nichts abzuziehen.
Mein Beitrag zum Ausgleich des Defizites betrüge dann 1068 €, also durchaus machbar. Wenn 100 Vereinsmitglieder ein ebenso hohes Nettoeinkommen hätten, wäre das Defizit ausgeglichen.
Um einen realistischen Prozentsatz zu ermitteln, wäre es erforderlich die Jahresnettoeinnahmen (abzüglich der Jahresmietkosten) aller Vereinsmitglieder zu addieren, was eine Offenlegung der Einkommensverhältnisse erfordert. Angenommen wir wären dazu bereit und die Summe alle Jahresnettoeinnahmen betrüge 2 000 000 €/Jahr, dann wären 5% hinreichend, um das gegenwärtige Defizit auszugleichen. Ich habe allerdings wenig Hoffnung, dass wir diesen Weg einschlagen, wenn ich mich daran erinnere, dass in den Anfängen des Lebensgartens Vorschläge zur sozialen Staffelung der Mitgliedsbeiträge keine Chance hatten. Aber vielleicht hat sich das ja geändert. Ich fürchte eher, dass wir als Gemeinschaft nicht wollen, dass Zuwendung und Liebe auch etwas kostet. Oder?