„Ihr benutzt doch selber alle ein Handy- warum wehrt ihr euch dann gegen einen Funkmast?“
So denkt oder fragt uns manch EineR- und so haben einige von uns bislang auch gedacht.
Denn viele von uns wussten bis vor kurzem nichts oder wenig über die Gesundheitsgefährdung durch Mobilfunk-Strahlung. Das ist ja auch nicht verwunderlich, denn das Thema ist komplex und die Auseinandersetzung damit ist unerquicklich, uncool und fordert letztlich auch Konsequenzen im eigenen Umgang mit Smartphone und WLan.
Aber die Gefahr einer Strahlenkanone direkt vor unserer Haustür hat uns zu dieser Auseinandersetzung gezwungen.
Welche Erkenntnisse haben wir dabei gewonnen?
Dass Mobilfunk-Strahlung „irgendwie“ schädlich ist und z.B. bei exzessiver Handy-Nutzung im Kopfbereich Krebs erzeugen kann, ist allgemein bekannt. Oder auch, dass ein ständig funkendes Smartphone in der Hosentasche das Erbgut schädigen kann. Jeder hat jedoch die Möglichkeit, sich selbst zu schützen, indem er/sie das Handy nicht dauernd am Körper trägt, es in den Flugmodus schaltet oder eine Freisprechanlage nutzt.
Ganz anders ist es bei einem Funkmast in der Nachbarschaft: Hier ist es gleich eine Vielzahl von Sendern, die permanent und mit hoher Leistung, 24h, Tag und Nacht strahlen. Dieser Strahlung kann sich niemand entziehen!!
Aber was ist denn nun so schlimm daran?
Genauso wie Radioaktivität sieht man Mobilfunk-Strahlung nicht, riecht man nicht, schmeckt man nicht. Allerdings gibt es viele Menschen, die sie spüren können, z.B. sticht es mir beim Telefonieren im Ohr, weshalb ich nur noch sehr kurz oder mit Freisprechanlage telefoniere. Andere bekommen Kopfschmerzen und Millionen elektrosensibler Menschen werden in der Nähe von Funkmasten schwer krank.
Was passiert nun eigentlich, wenn Mobilfunk-Strahlung auf Lebewesen trifft?
Hier eine kurze Zusammenfassung tausender, weltweiter Studienergebnisse:
- Bäume im Bereich von starker Strahlung verkümmern oder sterben ab
- Die Fühler von Insekten sind kleine Antennen – das kann zur Orientierungslosigkeit führen bis hin zum Sterben ganzer Bienenvölker
- Funk-Strahlen sind Mikrowellen und können das Gewebe erhitzen und so schädigen
- Sie können Krebs auslösen und Krebs-Wachstum beschleunigen, weshalb die WHO inzwischen davor warnt und sie als „wahrscheinlich krebserregend“ einstuft
- Sie schädigen die Zellen, indem sie die Signal-Übertragung durch Calcium-Ionen massiv stören und den Zellstoffwechsel stören
- Sie schädigen die DNA und vermindern signifikant die Anzahl der Spermien
- Sie können Herzrhythmus-Störungen, Tinnitus und epileptische Anfälle auslösen (akut gefährdeter Bewohner)
- Mobilfunk-Strahlung schwächt das Immunsystem- es gibt einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Ausbreitung des Corona-Virus und der Dichte des neu installierten 5G-Netzes
- Funk-Strahlung führt bei Schülern zu Konzentrationsschwäche und Leistungsabfall, weswegen z.B. Handys in Frankreichs Schulen verboten sind
Aber es gibt doch Grenzwerte, die uns schützen sollen, kann man einwenden. Die aktuell geltenden Grenzwerte des BImSG sind jedoch etwa 20 Jahre alt und berücksichtigen nur die thermische Wirkung, d.h. die Erwärmung des bestrahlten Körpers und überhaupt nicht die biologische Wirkung auf Zellebene, die jedoch die eigentliche Gefahr ist.
Außerdem beziehen sich die Grenzwerte auf einen Durchschnittswert der Strahlungs- Energie pro Zeit, das ist jedoch nur z.B. bei Radiowellen sinnvoll. Bei Mobil-Funk, WLan, DECT-Telefonen u.a. handelt es sich jedoch um gepulste Strahlung, d.h. die Strahlung wird wie bei einem Stroboskop zerhackt- und der Körper wird quasi mit einem Blitzlichtgewitter bombardiert. Die Strahlungs-Energie pro Strahlungsblitz und damit die biologische Wirkung kann dabei tausendfach höher sein als der offizielle Grenzwert.
Auch ignorieren die offiziellen Grenzwerte komplett die noch vielfach größeren Gefahren für Ungeborene, für Kinder und für Vorerkrankte.
Mit der neuen 5G-Technik, die sicherlich auch für den hier geplanten Sendemast vorgesehen ist, nimmt die gesundheitliche und ökologische Gefahr weiter zu:
- Die Wellenlänge von 5G beträgt nur wenige Millimeter, so dass Körperzellen als Antennen fungieren können und nach dem Resonanzprinzip gezwungen sind, im Rhythmus der Pulsung mitzuschwingen. Was das für Langzeitfolgen hat, wurde noch nicht untersucht.
- Da 5G eine viel kürzere Reichweite hat als z.B. 4G/LTE, nämlich nur 20-200m, müssten für eine flächendeckende Versorgung Deutschlands Millionen von neuen, zusätzlichen Sendern aufgestellt werden.
- Dies würde neben einem ungeheuren zusätzlichen Ressourcen-Verbrauch auch zu einer Vervielfachung des Stromverbrauches um das 3,5fache gegenüber 4G bedeuten.
Aus diesen Gründen haben sich z.B. die Städte Florenz, Lyon, Grenoble und ganze Staaten wie Florida, Hawaii, Slowenien und viele andere entschieden, 5G solange nicht einzusetzen, bis dessen Ungefährlichkeit zweifelsfrei geklärt ist. Das Problem dabei ist, dass es bisher nur sehr wenige unabhängige Studien dazu gibt, denn viele Studien wurden von der Industrie beauftragt und sind deshalb bemüht, die Gefahren zu verharmlosen (so wie damals bei der Atomenergie).
(nähere infos z.B. auf der website diagnose:funk, hier auf den Flyern und Aufklebern)
Die Gemeinde Steyerberg hat trotz unserer Bitte, einen entfernteren Standort zu wählen, zugelassen, dass ein Sendemast nur wenige Meter von unseren Wohnhäusern gebaut werden soll. Damit hat sie in eklatanter Weise gegen das gesetzlich vorgeschriebene (Gesundheits-) Vorsorge-Gebot sowie gegen das ebenso gesetzlich verankerte Minimierungsgebot (von Gesundheitsgefahren) verstoßen.
Der Landkreis als Baugenehmigungs-Behörde hat in ebenso eklatanter Weise gegen seine immissionsschutzrechtlichen Prüfungspflichten verstoßen. Die erteilte Baugenehmigung ist nach Aussage unseres Anwaltes daher eindeutig rechtswidrig.
In der Anti-Atom-Bewegung, vor vielen Jahrzehnten, entstand der Slogan:
„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zu Pflicht!“
DESHALB SIND WIR HIER UND DESHALB HABEN WIR KLAGE BEIM VERWALTUNGSGERICHT HANNOVER ERHOBEN.
Es gab Zeiten, da wusste niemand, wie schädlich das Rauchen, Asbest, Contergan oder radioaktive Strahlung ist- das hat Hundertausenden Menschen schwere Krankheit oder den Tod gebracht.
Die Atomenergie-Nutzung wurde wider besseres Wissen verharmlost und teilweise gewaltsam durchgesetzt. Erst als sich unsere schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten, wurde der „Ausstieg“ beschlossen. Soweit darf es bei der Strahlenbelastung nicht kommen!
Wir sind keine Technikfeinde, keine Maschinenstürmer- im Gegenteil: Wir setzen uns ein für eine umwelt- und gesundheitsverträgliche, zukunftsweisende Technik, so wie ich selbst es seit rund 35 Jahren mit meiner Firma tue.
Deshalb zum Schluss noch die gute Nachricht: Es gibt Alternativen zu gefährlicher Funk-Strahlung! Z.B. lässt sich das Smartphone im Flugmodus über einen USB-to-ethernet-Adapter direkt ans internet anschließen, so wird auch das WLan überflüssig. Außerdem ist gerade das sog. LiFi, das Datenlicht, zur Marktreife entwickelt worden, womit eine mobile Datenkommunikation über völlig harmloses Infrarot-Licht hergestellt wird. Es gibt noch sehr viele weitere technische Möglichkeiten zur Reduzierung der Strahlenbelastung, indem man z.B. verhindert, dass alle Mobilfunk-Anbieter ihren eigenen Sender auf demselben Mast betreiben müssen. Allein die Politik und die Lobbyisten halten an der alten, riskanten Technik fest- wobei uns 5G als „neu“ verkauft wird. Nur der Druck durch viele gut informierte Bürger kann hier etwas bewirken. Werdet Teil dieser neuen Bewegung! Danke.
