Februar 2021 im Lebensgarten Steyerberg. Es ist Mittwochabend, 20 Uhr. Der erste Mittwoch im Monat. Die eingespielte Zeit für die Gemeinschaft zusammen zukommen. Heute Online. Heute mit Jochen Hiester in der Begleitung. Und heute eine MvPlus, das heißt alle am Ort lebenden/mit dem Lebensgarten verbundenen sind willkommen.
Sie kommen zahlreich, vielleicht 60, 70 ich weiß es nicht genau. Drei „Bildschirme“ voll, ich kann nicht alle auf einmal sehen. Und hinter einigen Kameras sitzen mehrere Menschen.
Der folgende Text ist nicht DIE Wahrheit. Es ist ein Ausdruck von dem was ich erlebt, mitgeschrieben und auch von dem was ich verpasst habe. Ein paar Details, ein paar Lücken, ein paar Stichwörter. Enjoy.
Wir beginnen mit der Einstimmung von Sylke. Es ginge heute darum „das wir ein paar Schritte auf einander zumachen“.
Zum ankommen in Stille begleitet uns unter anderem die Frage „Was ist deine grösste Hoffung für den Abend?“
Unsere Begleitung stellt sich kurz vor. „dialog mit anderes denkenden“, gfk Trainer
er ist hier da er einen Brief von sylke erhalten hat, glaubt und hofft es könnte hilfreich sein was er zu geben hat
ein paar Klarstellungen und Plan für den Abend
geht nicht um überzeugen heute Abend
geht darum das Menschen wieder sichtbar werden hinter Meinungen, die sie hatten und auch weiterhin haben dürfen
um gemeinsames trauern können
das Menschen sich ausdrücken, und evt. auch wiedergegeben bekommen von anderen, um zu merken das ist angekommen, wurde gehört
es gibt breakoutrooms an diesem Abend. Um gut zu durchmischen, schreiben wir hinter unseren Namen ein Kürzel. Neun davon stehen zur Auswahl.
neun kategorien, keine bewertung,
es geht auch um ein sichtbarmachen von dem Potential das in der Gruppe vorhanden ist
Gefragt wird wie ist deine Meinung/dein Gefühl in Bezug auf die Corona Maßnahmen(CM)
gegen****cm neutral für CM****
und jeweils die Abstufung von 1 bis 4 Sternen, z.b. bisschen gegen die Massnahmen „geg CM*“
Doch bevor es in die Breakoutrooms geht noch eine Übung in der großen Runde. Wir ergänzen den Satz
Was ich liebe und verloren habe ist….
bzw Was ich liebe und verliere ist…
Leichtigkeit zu sein, hier zu sein
Vertrauen und Glaube an Solidarität in Gemeinschaft
Kontakt zu gewissen sozialen Gruppen
Ahnung Wissen was ich tun, beitragen kann, was zum Glück aller Nächsten beiträgt
Leute in den Arm zu nehmen, die das möchten und die ich fest zu knuddeln möchte
unbeschwert mit Menschen in Kontakt zu gehen wie es Herzensimpulsen entspringt
meine Klarheit mit anderen mich über sachen auszutauschen, eine Lösung finden, meine Intuition ist verloren gegangen
Verständnis von Menschen, das es keine allgemein gültige Wahrheit gibt, sondern jeder für sich ausmacht..als hätten es schon vor zwei jahren viele gewusst und wieder vergessen
Sicherheit in Kontakten, meine damalige Art offen und herzlich zu sein, ausgetauscht in Unsicherheit, meine Leichtigkeit
einen wichtigen Menschen
Einfachheit Menschen einzuladen aus dem Landkreis, Identifikationsverlust mit dem Lebensgarten, innerliche Distanz
Nächste Übung.
„Wenn ich erlebt hätte was du erlebt hast,
wenn mein Leben so verlaufen wäre wie deins verlaufen ist, dann würde ich denken und fühlen wie du.“
In den Breakoutrooms, die Cynthia im Hintergrund organisierte, und Menschen mit unterschiedlicher Angabe bezüglich CM zusammen steckte, treffen wir uns nun jeweils (ca.)zu zweit. Schauen uns eine Weile an, sagen uns den obigen Satz, lassen ihn landen und bedanken uns, lassen es nachschwingen. (Ein Satz den wir mit auf die Strasse nehmen können, wenn wir uns hier über den Weg laufen. Auch falls du am Abend nicht dabei sein konntest, fühl dich herzlich eingeladen, diesen Satz mit deinen Nächsten zu teilen, und deine Erfahrung damit zu machen)
zurück im großen Raum mit allen.
WO ist es bei dir gelandet? Was ist jetzt da?
hätte gerne noch verweilt und mehr gefühlt
sehr versöhnlich, verbindend, an Indianer gedacht..eine Meile in den anderen Schuhen laufen, dann würde mensch das auch verstehen
berührt, mein Gegenüber war eine Frau die das Gegenteil war von mir, wir haben es zweimal gemacht…sehr berührend
Nun ist hoffentlich der Boden gut bereitet…
„Das hier Menschen verschiedene Meinungen haben ist erstmal kein Problem, doch führen sie oft auch zu Handlungen. Und vielleicht habt ihr erlebt das euer oder das Verhalten anderer dann mal ein fetter Auslöser war…jetzt gibt es die Möglichkeit das in Kontakt zu bringen“
Schema:
Ich kann mich erinnern das du…(Name)
das und das gemacht hast
das hat bei mir ausgelöst…
mir ist…wichtig
„Ich habe von Gundelbert den Satz xy gelesen, ich bin noch heute im Schmerz und mir ist Würde total wichtig“
-möglichst Selbstaussage
-möglichst eine konkrete Situation, jetzt kein Fass aufmachen;)
-subjektiv, ohne Angriff, in Verletzlichkeit zeigen
„Danach die Möglichkeit, dass ein Person sagt was sie verstanden hat. Wenn es wichtig ist das es eine konkrete Person aus der Gemeinschaft ist, kann diese gefragt werden, ist natürlich freiwillig. Und das ist kein Test der Merkfähigkeit, du machst es so wie du es kannst und wenn es nicht geht, sagst du das einfach. `Ich war gerade abgelenkt und kann es nicht wiedergeben´“
Die verbleibende Zeit nutzen wir nun hauptsächlich zum hören und gehört werden, mit 3min Bewegungspowerpause.
Ein wichtiger Teil vom Abend und auf eine Art, das Menschen sehr sichtbar werden konnten. Ich entscheide mich dagegen Details aus diesem Abschnitt zu teilen.
Du kannst 1. dich inspirieren lassen, vielleicht auf Menschen in der Gemeinschaft zugehen, teilen, dich sichtbar machen, vllt auch mit dem Menschen der ein Auslöser war für dich (so er*sie mag) und mit einem unbeteiligten Dritten…mit Abstand auf dem Dorfplatz, dem Hain…oder per Zoom
2.Menschen persönlich fragen, die dabei waren und dir mehr berichten lassen.
Zum Abschluss, eine besondere Einladung Menschen zu hören, die noch garnichts gesagt haben, zur Frage:
Wie geht es dir jetzt? Was war für dich kostbar oder schwierig in diesen 2 Stunden?…einen kleinen Aspekt beleuchten…
Freude, dass es möglich ist in unseren Meinungen zu sein und es erstmal so stehen zu lassen und das sich Menschen wieder sehnen können
den Satz so wertvoll, „wenn ich so gelebt hätte wie du….“ plus die Übung -sehr hilfreich
die anfängliche Übung, das alles da sein darf, ..dann das teilen von einzelnen , das Fronten so spürbar waren
viele neue gesichter zu sehen, ich bin noch neu hier, das überhaupt menschen zusammen kommen, zeigt das Menschen Verbindung wollen über Gesinnung hinaus, die Sache an sich: wertvoll!
wie gut tut der Abstand von der Sachebene:)hinzu was berührt uns da, in mir so ein Wunsch da immer wieder hinzugehen, ein Gefühl von mehr mehr mehr
Ich könnte mir vorstellen, das durch diese Begegnung heute Abend, dass egal wen wir treffen, dass wir uns wieder mehr mit offenen Herzen begegnen können, auch große Teilnehmerzahl, danke an alle, egal welche meinung ihr habt:)
sehr wertschätzend, leider schlechte Internetverbindung
betroffen, das viele Gefühle die benannt wurden Richtung Enge, Unwohlsein…gingen. schwer für mich, doch wenn wir dazu ja sagen, dann vllt mehr Platz für lebendigere positive Gefühle
Zum Abschluss senden wir uns quer durch den Zoomraum Grüße und Botschaften…wo wir schon mal in großer Runden zusammen sind
Sonstiges:“Einladung 23,24 feb online seminar, dialog mit andersdenkenden, wer lust hat menschen zusammen zubringen weiter von hier aus….und vllt haben hier 10 leute lust das zu machen…“ von der Begleitung des heutigen Abends
Til teilt mit das es Menschen gibt die bereit wären uns zu begleiten, der Vorstand weiß Bescheid, Stichwort datalab(?)
Dank an Sylke für das Briefing und die dadurch mögliche Vorbereitung
und Cynthia für technischen Support
so jetzt ist es lang,
bis bald
Annegret
Liebe Annegret, großes Danke für deine einfühlsame und ausführliche Mitschrift… und dein Ermuntern es auch mit anderen umzusetzen.
Danke liebe Annegret. Eva
Herzlichen Dank, Annegret, für deinen dichten und schönen Bericht.
Robert