Anwesend: Joos, Reiner, EvaRegine
Themen:
- Regelliste für den Infogarten – nur 6 Monate vor und nach einer Mitgliedschaft
- Follow Up zum WE mit M.Krüger/ Doro Hartmann ( Sonder-MV)
- Wie können Kinder an MV´s integriert werden
Zu 1: Einige Nicht-Mitglieder werden von uns in Bezug zum Infogarten-Zugang angesprochen. Grundsätzlich sollen Menschen, die neu hierherkommen und sich für eine Mitgliedschaft im LG interessieren, Gelegenheit haben, den Infogarten zu nutzen. Spätestens nach einem halben Jahr wünschen wir uns jedoch Klarheit bezüglich einer zukünftigen Vereinsmitgliedschaft. Ausscheidende Mitglieder sollen spätestens ein halbes Jahr nach ihrem Weggang den Zugang verlieren. Der Sozialkreis kümmert sich um die Umsetzung.
Die Regelung wurde in der MV bekanntgegeben. Mit den Betroffenen werden entsprechende Gespräche geführt. Anschließend bitten wir Matthias, die Zugänge zu löschen.
Zu 2: Follow up: Wir wollen – wie gemeinsam entschieden – in einer Sonder-MV die bisherigen Auswirkungen des Gemeinschaftswochenendes mit Michael Krüger und Doro Hartmann anschauen. Was hat sich geändert, was ist uns noch bewusst, was lohnt es, wieder aufzufrischen oder in Erinnerung zu rufen? Welche unserer Verbindlichkeiten, die wir damals zugesagt haben, sind schon umgesetzt worden, was ist noch offen, wo gibt es Schwierigkeiten. Diese Sonder-MV soll mit Hinblick auf die vielen Termine erst im August stattfinden.
Zu 3: Wir reflektieren Utes Anfrage bezgl. des Ausmaßes an Eingliederung von Kindern und Eltern in die Gemeinschaft. Wir fragen uns zunächst, was die Eltern bisher daran gehindert hat, sich zu organisieren, was früher zeitweise gut funktioniert hat (z.B. gemeinsame Tagesmutter). Die Initiative der Patenschaften für LG–Kinder, die Fabienne noch ins Leben gerufen hat, ist auf keinen fruchtbaren Boden gefallen und wieder eingeschlafen. Auch wird z.B. das Angebot für Kinder und Jugendliche, sonntags gemeinsam Fußball zu spielen, nur sehr selektiv wahrgenommen oder seitens der Eltern recht unverbindlich unterstützt. Könnte hier die Erwartung an die „große Mutter“ als versteckter Anspruch an die Gemeinschaft im Spiel sein oder auch der Anspruch der Gemeinschaft an sich selbst, diese „große Mutter“ zu sein? Es gibt vielfältige Lebensbereiche, in denen es zu individuellen Belastungen kommen kann, sei es familiär, gesundheitlich, finanziell, sozial u.s.w. Der Lebensgarten versteht sich unserer Beobachtung nach nicht als eine so enge Gemeinschaft, dass diese Belastungen gemeinschaftlich aufgefangen und gelöst würden. Unserer Ansicht nach gibt es durchaus Gemeinschaften, die dies in höherem Ausmaß bieten bzw. wollen. Zugleich wird aber dort als Voraussetzung dafür ein Maß an Verbindlichkeit (Geld, Engagement, Arbeit, Gesinnung o.ä.) gefordert und auch ein Maß an zwischenmenschlicher Nähe gelebt, das der freiheitsliebende ‚Organismus Lebensgarten‘ mit seinem Motto „Phantasie und Toleranz“ unserer Beobachtung nach weder leisten kann noch will. Sind nicht die großen Freiheitsgrade DIESER Gemeinschaft ein besonderer Wert, der uns am Herzen liegt und der als Alleinstellungsmerkmal sogar viele von uns grade hierher verschlagen hat? Unserer Beobachtung nach ist die Notwendigkeit, Projekte, Initiativen und Unterstützungsnetze aus Eigeninitiative heraus zu schaffen, die andere Seite dieser Medaille. Aus diesen Gründen halten wir die Einberufung einer Sonder-MV zum Thema Kinderbetreuung im Lebensgarten aus der Feder des Sozialkreises nicht für stimmig, freuen uns aber über kreative Vorschläge, die in Eigeninitiative in die MV, ins Forum etc. eingebracht werden.