Arbeitstreffen Finanzteam 13.11. 2019 10.00 Uhr – 12.30 Uhr
Anwesend : Joachim, Evelyn
- Die von Joachim in der MV vorgestellte Tabelle zur Betriebskosten- Abrechnung wurde noch etwas verfeinert und leicht korrigiert.
- Die Abrechnungen für 2017 und 2018 werden im Dezember geschrieben und an die Mieter verschickt.
- Im Sinne der Transparenz entscheiden wir, dass die Betriebskosten für die kostenlos nutzbaren Vereins-Räume (Kapelle, Jugendraum, Wohnzimmer, Toiletten, Vorstandsraum, Buchhaltung etc.) vom Konto „Mitgliederbeiträge“ auf das „Gebäudekonto“ umgebucht werden. So entstehen Rücklagen für dringend notwendige Reparaturen und z.B. für den Fernwärme-Anschluß (6000€). Diese Umbuchung in Höhe von ca. 20.000 € für 2017/18/19 erfolgt in 3 Raten bis Ende Februar.
- Die Darlehensrückzahlungen werden vom Gebäudekonto getätigt, weil alle Darlehen für den Ausbau von Galerie, Studio, Saal und für Dachsanierungen benötigt wurden.
- Der Verein hat zurzeit noch ca. 87.000 € Schulden. Im Dezember wird eine Darlehensrate über 6000,- für das BHKW beglichen. Im Januar wird bei der Volksbank eine Sondertilgung über 6000,- getätigt.
- Wir möchten im Zuge der Entflechtung aller Konten und der damit verbundenen Transparenz herausarbeiten, wie viel Geld uns nach Abzug aller laufenden Kosten an Mitgliedsbeiträgen zur Verfügung steht. Unser Ziel ist, dass z.B. Vereinsveranstaltungen wie Supervisionen und Gemeinschaftswochenenden von den Mitgliedsbeiträgen bezahlt werden können. Die Mitglieder müssten somit nicht immer wieder aufs Neue für solche Veranstaltungen spenden.
- Wir haben eine Antwort auf die Stellungnahme von Choka Sanga verfasst und veröffentlichen diese im Folgenden:
Antwort des Finanzteams auf die Stellungnahme von Choka Sanga (CS) und Christoph Hatlapa zum Nutzungsentgeld für Zendo, Teeraum und Dokusan-Raum
Persönliche Vorbemerkung von Evelyn und Joachim:
Der Konflikt mit Choka Sanga (CS) ist für uns sehr aufreibend- wir wünschen uns sehr eine einvernehmliche Lösung und ein harmonisches Miteinander.
Wir kommen uns manchmal vor wie wistleblower- mit all den unangenehmen Begleiterscheinungen. Aber im Sinne der Transparenz und Gerechtigkeit sehen wir uns verpflichtet diese Themen anzusprechen und nicht unter den Teppich zu kehren.
Wir würden gerne bald einen Strich unter dieses Thema ziehen, jedoch wurde unsere Bitte an den Vorstand, zu diesem Thema eine Mediation zu organisieren, bislang nicht umgesetzt. Allerdings kommen uns inzwischen auch Zweifel, ob der Vorstand das richtige Gremium dafür ist, da Christoph einen starken Einfluss im Vorstand hat.
Eine gute Möglichkeit zur Lösung sähen wir in einem großzügigen Vorschlag zur Güte von Seiten Choka Sangas.
Die nachfolgende Veröffentlichung unserer Antwort erfolgt letztlich auf Initiative von Christoph- wir wollten dieses Thema nie öffentlich diskutieren sondern nur in einem kleinen Kreis
Die Stellungnahme von CS mag für Diejenigen, die keine Detail-Kenntnisse in der Sache haben, plausibel klingen. Viele Passagen sind jedoch nicht sachdienlich und lenken vom eigentlichen Thema eher ab.
Im Folgenden gehen wir deshalb nur auf die für uns wesentlichen Punkte ein.
Die Stellungnahme bestätigt unsere Feststellung, dass über Jahre hinweg viel zu wenig für die Nutzung der Räume bezahlt wurde. Die dafür angeführten Begründungen können wir jedoch nicht akzeptieren, denn hier wird immer wieder mit zweierlei Maß gemessen:
– Einerseits wird trotz fehlender Verträge mit der gesetzlichen Verjährungsfrist von 2 Jahren argumentiert (obwohl sich diese gesetzliche Regelung nur auf reguläre Mietverträge bezieht).
Andererseits soll für die Ausbauleistungen und (ehrenamtlichen) Arbeitsstunden, die teilweise über 30 Jahre zurück liegen, eine Verjährung nicht gelten.
Diese Leistungen sind jedoch erst recht verjährt und dürfen folglich nicht z.B. mit den jüngsten Mieteinnahmen für Yoga-Kurse der Jahre 2016-2018 verrechnet werden.
– Einerseits wird von CS zur Abwehr von Nachforderungen auf fehlende schriftliche Verträge verwiesen, andererseits werden Ausbauleistungen und ehrenamtliche Arbeitsstunden (auch im Rahmen von Sessins) als geldwert gegen gerechnet, obwohl es darüber ebenfalls keinerlei schriftliche Verträge oder Absprachen über eine Verrechnung mit Betriebskosten oder Mieten gibt oder gab. Auch aus diesem Grund ist eine Aufrechnung unzulässig.
– Einerseits hält CS eine jährliches Nutzungsentgeld von nur 152€ für sämtliche Räume (107qm) für angemessen, andererseits kassierte CS rd. 1344,00€ pro Jahr allein an Mieten für Yoga-Kurse, ohne dem Verein auch nur 1 Cent davon für diese zusätzliche Nutzung abzugeben.
Diese vereinnahmten Mieten stehen u.E. in voller Höhe dem Verein zu.
– Einerseits will CS nur 7% der Miet- und Betriebskosten bezahlen, andererseits konnte der Verein gar nicht frei über die Räume verfügen um sie z.B. zu vermieten um so die Kosten zu decken oder sie anderweitig zu nutzen. Denn Christoph hat darüber wie über Privateigentum verfügt und immer streng darauf bestanden, dass er allein entscheidet, wer diese Räume nutzen darf. Dadurch stehen diese Räume die meiste Zeit leer.
Die Zendo stand (bis zur Öffnung für Yoga-Kurse) ausschließlich für Meditationen im Sinne des Zen zur Verfügung -für die vielen anderen spirituellen Meister und Praktiken im Lebensgarten war dort kein Platz- deshalb musste ja auch ein 2. Meditationsraum eingerichtet werden, nämlich die Kapelle.
Dass der Verein für diesen weitgehenden Leerstand 93% der Kosten übernehmen soll, wie CS es fordert, halten wir deshalb für nicht gerechtfertigt. (Der Lebensgarten ist ja kein Zen-Kloster.)
Die Zahl von 7% Nutzungsanteil durch CS ist auch deshalb unseriös, weil die Räume von CS Jahrzehnte lang gegen Spenden oder Mietenzahlungen untervermietet wurden und somit viel häufiger genutzt waren als für die Berechnung zugrunde gelegten Sessins.
– Nach Aussage von ehemaligen Vorstandsmitgliedern, Buchhalterin und Finanzkreis-Mitgliedern hat sich Christoph Jahrzehnte lang erfolgreich gegen den Abschluss von Verträgen zur Nutzung der Räume gewehrt. Offenbar wurden erst als Katharina Weber (K.W.) als Mitglied von CS im Seminarbetrieb (SB) arbeitete, klare Absprachen getroffen (die dann jedoch zu den viel zu geringen (Miet-) Zahlungen führten).
Bemerkenswert dabei ist, dass die Absprachen zwischen CS und dem SB (mit K.W. in Personal-Union als Vertreterin von SB und CS) statt fanden und dass die Gelder an den SB ausbezahlt wurden (der diese Räume ja gar nicht gemietet hat!) anstatt an den Verein, der schließlich die Kosten für diese Räume trägt, wie K.W. sehr wohl wusste.
Dadurch hatten weder Vorstand noch Finanzkreis Kenntnis von diesen Vereinbarungen und den (viel zu geringen) Zahlungen und konnten so auch nicht regulierend eingreifen. „Dem Verein“ hier ein Versäumnis vorzuhalten, wäre zynisch.
Durch die Stellungnahme von CS wird klar, dass K. W. in ihrer Doppelrolle über die Höhe des Nutzungsentgeldes entschieden hat. Die so getroffenen Absprachen zu den Raumnutzungsgebühren sind schon deshalb anzufechten und auch, weil sie viel zu niedrig angesetzt wurden:
- Der Raum „Glasdach“ war im Sommer oft zu heiß und im Winter zu kalt und wurde deshalb zu einem extrem niedrigen Preis vermietet, um überhaupt Nutzer zu finden. Deshalb taugt er nicht für eine Vergleichsmiete. Vergleichbar wäre der Dachraum im Heilhaus mit 200,00€ Miete, umgerechnet auf die qm der genutzten Räume wären dies dann 268,00€ pro Wochenende anstatt der von K.W. angesetzten 110€.
- Die angesetzten Stunden für „Reinigung und Einrichtung der Seminarräume“ sind zu hoch angesetzt. Denn der gesamte Zendo-Bereich darf ausdrücklich nur mit Socken begangen werde- da gab es nicht viel zu reinigen. Und ein Sitzkreis mit Matten und Kissen war schon immer das Standard-Equipment in der Zendo, da brauchte man keine Stunden mehr um das einzurichten.
- Korrekt wäre u.E. ein Nutzungsentgeld von 268,00€ – 52,00€ für Eigenleistung, also 216,00€, anstatt der bezahlten 26,00€. Dies entspräche inflationsbereinigt auch in etwa dem Betrag, der im Vertrag von 1992 genannt wurde.
Das in der Stellungnahme angeführte „Konsensgespräch“ vom 17.12.2018 ergab keinen Konsens, denn das Protokoll ist nach wie vor strittig. Somit gibt es bis heute kein bindendes Ergebnis und das Thema muss neu verhandelt werden.
Fazit des Finanzteams:
Die Stellungnahme von CS bestätigt uns in unserer Forderung einer Nachzahlung- denn sie dokumentiert sehr anschaulich, wie und warum Jahre lang ein viel zu geringes Nutzungsentgeld bezahlt wurde.
Allein die Nebenkosten für die betreffenden Räume betragen aktuell ca. 1750€ pro Jahr, eine angemessen Miete betrüge zusätzlich rd. 2000,00€.
Wir halten nach wie vor eine angemessene Ausgleichszahlung von CS an den Verein für geboten.
Ich wüßte gerne, ob Christoph den Dokusanraum weiter nutzen möchte oder nicht. Das Büro ist viel zu klein für die vielen Arbeitsplätze, der Seminarbetrieb könnte eine Erweiterung dringend gebrauchen, damit Mitarbeiter*innen auch mal in Ruhe arbeiten können.
Liebe Evelyn, lieber Joachim,
was wäre, wenn Christoph und der Vorstand der Choka Sangha die von euch geforderte „angemesssene Ausgleichszahlung“ leisten würden?
Ihr würdet Recht behalten und dann? Was geschieht mit all den immateriellen Schäden? Ich bin sehr dagegen, dass die angemessene Ausgleichszahlung vom Verein gefordert wird, ohne die immateriellen Aspekte ebenfalls angemessen zu berücksichtigen. Die immateriellen Aspekte können meiner Erfahrung nach nur in einem „sicheren“ Rahmen von Angesicht zu Angesicht gelöst werden. Ich sehe keine Lösung darin 10 000 € oder was ihr auch immer als angemessen betrachtet, mehr auf dem Vereinskonto zu haben, wenn vorher keine Versöhnung stattgefunden hat. Sollen wir als Gemeinschaft mit so einer Bürde, dann auch in Euro manifestiert, weiter existieren? Ich möchte das nicht.
Mir schwebt u.a. ein Übergabe-Ritual vor, in dem Christoph und die Choka Sangha die von Christoph nutzbar gemachten und später auch von der Choka Sangha benutzen und betreuten Räume – jeden Raum einzeln – seiner neuen Nutzung oder Betreuung, nach vorheriger Einigung natürlich, übergeben.
Herzliche Grüße von Katharina Sai
Liebe Katharina,
ein Übergabe-Ritual finde ich eine gute Idee.
Als Finanzteam sehen wir uns für den finanziellen Aspekt zuständig- was die immateriellen Aspekte betrifft wäre das vielleicht Aufgabe des Sozialteams.
Ich möchte an dieser Stelle noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass weder Evelyn noch ich irgendwelche persönlichen Konflikte mit einer der beteiligten Personen haben oder hatten. Uns geht es nur um die Sache.
viele Grüße Joachim
Lieber Joachim, mir bleibt die Spucke weg. Glaubst du wirklich, dass dein Tun und Schreiben keine emotionale Wirkung hat weder auf dich noch diejenigen, die das lesen oder hören?
Vielleicht ist es ja tatsächlich so, dass du das nicht spürst. Wir alle haben unsere Traumata und damit blinde Flecken. Sind wir vielleicht aus der Sehnsucht, sie aufzulösen, hierher gezogen? Wollten wir nicht den Himmel auf der Erde erschaffen und sind in der Hölle gelandet? Oder können wir Hilflosigkeit, Unwissenheit und Verwirrung uns zu Freunden machen, wie Insa Sparrer es empfiehlt.? Ein Glück, dass es die Pferde gibt, die uns den Weg in den Himmel immer wieder zeigen, die Präsenz. Auch Vergebung scheinen die Pferde uns immer wieder zu schenken. Danke, ich hoffe, dass auch du, wieder im Himmel angelangt bist. Herzlichst Katharina Sai
Nicht der, der unter dem Teppich etwas findet und drüber spricht hat ein Problem….
Liebe Katharina,
ich weiß nicht wie du auf die absurde Idee kommst, dass ich glauben würde, mein oder anderer Menschen Tun oder Schreiben hätten keine emotionale Wirkung- darüber habe ich doch gar nichts gesagt.
Ich schrieb: ein Übergabe-Ritual zu veranstalten sehe ich nicht als Aufgabe des Finanzteams.
viele Grüße Joachim