Ein exponentiell wachsender Kompensationfond durch Fotovoltaik

Folgende Anfrage habe ich heute an Joachim gemailt. Die Veröffentlichung hier soll Mitdenker motivieren, sich kritisch-konstruktiv zu äußern, um die Konkretisierung weiter voranzutreiben.

Hallo Joachim, ich danke Dir nochmals für Deinen Kommentar zu einem möglichen Kompensationsfond vom 22.10.21. und bitte Dich für eine weitere Konkretisierung um Mithilfe.

Bei der raschen ökonomischen Amortisation von Fotovoltaik-Anlagen von nur 3 Jahren liegt  es nahe eine „Potenzierung“ eines möglichen Kompensationsfond mit zu bedenken. (Übrigens: Die energetische Amortisation bzw. die Energy-Pay-Back-Time beträgt laut wegatech nur 1 bis 1,3Jahre) Die folgenden Zahlen, die ich dabei zu Grunde lege sind Schätzungen  und  sollen nur das Prinzip verdeutlichen.  Ich hoffe hier auf Deine Korrekturen.

Angenommen der Kompensationsfond würde bis Ende 2021 mit 7500€ gefüllt, die in den Bau  einer Fotovoltaikanlage auf dem Ostdach im Frühjahr 2022 investiert würden, so dass ab Mai 22 Solarstrom geerntet werden kann. Von da an fließen im Jahresmittel 2500€ an Erlösen zurück in den Kompensationsfond als Rücklagen für weitere Investitionen in Fotovoltaik. Im Mai 2025 wären demnach aus dieser Anlage  7500€ zurück in  den Kompensationfond geflossen, die wieder (Preisstabilität vorausgesetzt) in eine gleichgroße Anlage investiert werden könnten.   Die Frage ist: Wo als nächstes?

Denkbar wären, wie Du erwähntest, Fotovoltaikanlagen auf dem PaLS-Gelände, die sich sicherlich an die bereits vorhandenen Infrastruktur anbinden ließe, für die allerdings Unterkonstruktionen errichtet werden müssten, die weitere Kosten veruraschen. Und auch die ökonomische Amortisation (wie auch die energetische)  würde bei einer Ost- oder Westausrichtung  länger als 3 Jahre dauern – die Ernterate ist halt nicht so groß.  ? Kannst Du die zusätzlichen Kosten (für Unterkonstruktion) und die Minderungen der ökonomischen Amortisationzeit beziffern?

Denkbar wäre aber auch (in Kooperation mit Paradies now)  Fotovoltaikflächen gleicher Größenordnung an den Süddächern der neueingedeckten Stiftungshäuser zu installieren, wo eine höhere Ernterate, als bei Ost- oder West-Ausrichtung  zu erwarten ist. Allerdings kämen aber dabei noch die Kosten für neu zu errichtende Infrastrukturen hinzu. ? Kannst Du die Kosten für solch diese neu zu errichtende Infrastruktur beziffern?

Re-Investition könnten daher so oder so teurer werden. Ist diese aber erst mal getätigt verdoppelt sich idealerweise von da an das Kompensationsvermögen und der Fond füllt sich in kürzerer mit einem Volumen, das den Bau einer weiteren Anlage dieser Größenordnung ermöglicht.

Durch die erste Kompensationsleistung wird eine nahezu exponetiell wachsende Kompensationskaskade ausgelöst, unabhängig davon ob Kompensationwillige weiter in den Fond einzahlen. Während ihrer Lebensdauer von ca. 18 Jahren hat allein die erste Anlage  ein Re-Investitionsvolumen für 6 weitere Anlagen gleicher Größe ermöglich. Ich hoffe es ist deutlich geworden was ich meine.

4 Kommentare zu „Ein exponentiell wachsender Kompensationfond durch Fotovoltaik“

  1. Hallo Geoda, hallo Joachim,
    besten Dank für eure Vorschläge und Berechnungen. Ich will mit einer konkreten Unterstützung dieser hervorragenden Initiative beginnen und hiermit 1000,- Euro in den noch zu schaffenden Kompensationsfonds einzahlen. Wer beteiligt sich noch? (Verbrennerfahrende? Flugreisende? ;-))

  2. Ich verstehe es zwar nicht. Würde das Geld in dem Fond zurückgezahlt oder wie sieht es aus?
    Ich würde auf jeden Fall etwas dazu packen – wie Ihr es ausgedrückt habt. Lasst uns drüber persönlich sprechen.

    • Petra, Du hast es schon richtig verstanden. Die Idee ist, dass die Erträge der Fotovoltaik in den Fond fließen und so Reinvestitionen aus dem Fond heraus ermöglichen. Es ist das gleiche Prinzip mit dem kapitlistische Unternehmen durch Reinvestition wirtschaftlichen Wachstum und damit Gewinn generieren wollen. Nur dient der Kompensationsfond nicht dem Gewinnstreben, sondern der Kompensation, der von uns verursachten Umweltschäden, Blieben die Kosten für eine Anlage immer gleich, dann käme es bei einer Amortisationzeit von 3 Jahren durch die Reinvestition alle 3 Jahre zu einer Verdoppelung der Investierten Mittel – das bedeutet exponentilles Wachstum: 1, 2, 4, 8, 16, usw.
      Realistischerweise gibt es Faktoren die den exponetiellen Term zwar abschwächen, aber nicht aufheben. Ob und wie ein solcher Fond genau aussieht, wird nach einer weiteren Konkretisierung, an der wir ja alle mitwirken können, letztendlich die MV entscheiden.

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