Liebe Alle,
am Samstag haben Mischa und ich, als wir die Schwitzhütte machten, entdecken müssen, dass der Schwitzhüttenwagen einen platten Reifen hat. An Hand der Felge konnten wir auch sehen, dass der Wagen auch noch gezogen wurde, als der Reifen platt war. Außerdem ist das hintere Brett herausgebrochen. Dieser Wagen ist seit vielen Jahren im Einsatz, einst von Hermann Strohmeier für die Schwitzhütte angeschafft worden und wird von vielen Menschen benutzt. Wir haben ihn auch immer gerne zur Verfügung gestellt, aber sind frustriert in welchem Zustand er sich befand. Mischa wird ihn reparieren und danach werden wir ihn absperren, sodass, wenn ihr ihn braucht ihr den Schlüssel bei Micha abholen und wieder zurückbringen müsst. Finden wir beide auch ärgerlich, aber anders klappt es wohl nicht.
Es ist auch ganz viel von mir und Wolfgang Peham gekauftes Holz für die Schwitzhütten verschwunden. Der neu renovierte Holzstand war vor Corona voll bis unters Dach und jetzt ist kaum mehr etwas übrig. Also für alle, die es noch nicht wissen: Das Holz unter dem Unterstand und daneben ist ausschließlich für den Schwitzhüttengebrauch für Wolfgang und meine Schwitzhütten. Das Gleiche gilt für die Steine an der Birke. Ich hatte im Lockdown einen großen Haufen gesammelt und es ist kaum mehr etwas übrig.
Damit es auch schöne Nachrichten gibt:
Micha und ich bieten im November/Dezember eine Schwitzhütte für Lebensgärtner an.
Liebe Grüße Eva und Micha

Bzgl. des Schwitzhüttenwagens:
1) Ich würde gerne einen Teil zur Reparatur beitragen, da ich ihn auch manchmal benutzt habe in den letzten 6 Jahren. Das der Zustand mit der Zeit abgenutzter wird und der Verfall lange zu beobachten war, dürfte allen offensichtlich gewesen sein. Schade, dass er über die Maße benutzt und beschädigt wurde. Wichtiger jetzt, dass das Ding wieder auf Vordermann gebracht wird. Danke Micha. Meine Frage: Was braucht es noch dazu?
2) Eigentlich sollten alle Benutzer*innen, falls ihnen möglich, einen Teil beitragen. Vorschlag: Geld bei Eva in den Briefkasten werfen (? Eva ist das in deinem Sinne ?) – Könnt ihr die Kosten transparent machen?
3) Ich hab kein Problem damit mich bei Micha zu melden und den zu leihen. Eine Dokumentation der Nutzung hilft auch beim Ansprechen der Nutzer*innen bei Reparaturen (wie in einer Bücherei, wer hats ausgeliehen).
Zu Holz und Steinen sage ich jetzt mal nix.
Genau das ist der Grund warum ich mit dem Gedanken des Teilens von Gegenständen ein Problem habe. Es wird gnadenlos ausgenutzt und wenn kaputt, wars keiner gewesen.
Nachdem sich bei mir jemand was geliehen hatte und es als Totalschaden zurück kam, die treffende Person auch nicht für den Schaden aufkommen wollte, heiße ich immer häufiger „Verleihnix“ mit zweitem Namen. Ich dachte in einer Gemeinschaft passiert das nicht. Leider habe ich das hier anders erlebt und muss sagen, gerade hier passiert so etwas.
Deswegen gibt es bei mir nur noch gegen Unterschrift und Kleingeducktem Dinge zu leihen. Und nur noch an Menschen die sich das „verdient“ haben. Denn es ist auch mehrfach vorgekommen, daß wildfremde Menschen vor meiner Tür standen und ohne sich vorzustellen eine Kettensäge leihen wollten.
Das mit dem Schwitzhüttenwagen ist doch schon mal passiert, wonach er abgeschlossen wurde.
Naja, es macht es leider schwerer, grundsätzlich an das Gute im Menschen zu glauben.
Hey ich fühle mit einem Teil mit dir, ein ander Teil findet es wichtig dies zu ergänzen. Können wir bitte auch darauf schauen, dass es Menschen gibt, die besonders gut mit Dingen umgehen und sie pflegen sowie besser zurück geben als erhalten. „Gnadenlos ausnutzen“ finde ich etwas krass und absolut (aber ich verstehe den Frust bei besonders hochwertigen Werkzeugen oder Ähnlichem!!!).
Meiner Meinung nach ist Teilen das Wichtigste, was wir kultivieren können als Menschen. Und wir bekommen es alle sehr schlecht hin. Wir teilen uns den Planeten, die Luft, das Wasser, das Land, …. Es geht garnicht ohne Teilen und es ist unglaublich wichtig, dass wir das besser hinkriegen als bisher. Und das schnell. Das es hier Egoisten gibt und es diese ggf. nie anders gelernt haben (oder zu viele schlechte Erfahrungen gemacht haben), tut mir sehr leid für diese Menschen und die, die unter diesen Leiden.
Ich habe nichts dagegen, dass z. B. ein Vertrauensranking eingeführt wird und man sich das verdienen muss. Gerne auch öffentlich. oder andere alternative Ideen heiße ich gerne willkommen, die man mal testen kann. Wir sollten uns aber nicht das teilen abgewöhnen sondern schauen, was es braucht, damit es besser funktioniert. Ich finde hier sollten wir konstruktiv was gestalten anstatt uns selbst zu beschneiden und langfristig auch uns selbst zu schaden.
Gerne möchte ich eine Kultur pflegen, die wir uns wünschen. Deswegen auch direkt mein Kommentar zu dem Thema. Konstruktiv, fokussiert und ein gangbarer Weg, oder? Der Schwitzhüttenwagen ist nicht nach einmalig Gebrauch von einem neuwertigen Zustand komplett zerstört worden, sondern das war seit Jahren ein zu beobachtender Prozess. Und ja es gibt vielleicht auch viele (oder zu viele) Negativbeispiele, aber es gibt auch sehr viele Positivbeispiele. Dies wünsche ich mir differenzierter.
Ich schreibe eigentlich nie in den Infogarten, wie toll ich mir von 7 Quellen Dinge geliehen habe, um ein Projekt durchzuführen und dass das großartig funktioniert hat (bei der AVeV Sauna habe ich es vor Jahren mal getan). Aber oft, wenn etwas Negatives passiert, bekommt es im Infogarten Schlagzeilencharakter und ich kann die Emotionen auch nachvollziehen. Psychologisch gesehen, bleiben uns negative Ereignisse grundsätzlich besser im Gedächnis als Positive (was evolutionär auch Sinn macht); wir brauchen scheinbar viel mehr positive Nachrichten um die negativen auszugleichen (qualitativ und quantitativ !!!).
Ich finde, dass ich in dem vorherigen Kommentar einen schlauen Vorschlag gemacht habe; zumindest, was den Schwitzhüttenwagen angeht.
Ja Matthias, ich gebe dir Recht. Vielleicht ist meine Wortwahl zu absolut und da kann ich dran arbeiten. Ändert aber nichts an dem Gefühl, was ich hier erlebe. Wahrscheinlich kommt da einiges zusammen, was für mich nicht mehr stimmig ist und ich bin bei der Enttäuschung angelangt. Das Ende der Täuschung.
Wo ich dir zustimme ist, daß es Menschen gibt, die ausgeliehenes in einem besseren Zustand zurück geben und die Dinge pfleglich behandeln. Zu den Menschen gehöre ich. Auch ich habe mir den Schwitzhüttenwagen schon geliehen. Danach war der erstmal bei mir aufgebockt im Garten, weil ich den Drehschemel geschmiert und die Radlager abgefettet habe. Warum? Weil ich einfach den Bedarf gesehen habe und es getan habe.
Leider habe ich die Menschen hier kaum so wahrgenommen.
Grundsätzlich verleihe ich gerne Dinge. Das nutzen auch einige Menschen.
Was mich aber frustriert ist, daß Menschen oft nur vor meiner Türe stehen, wenn sie was brauchen. Das sind meist Menschen, die sonst noch nie ein Gespräch mit mir gesucht haben.
Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen und diese haben sich dann meine Hilfe auch verdient.
Aus diesem Grunde bin ich manchmal halt unwillig, wenn dann was von mir gebraucht wird. Deshalb werde ich vielleicht auch als ablehnend, grantig oder sonst wie gehandelt.
Ich möchte halt nicht nur auf meine gut strukturierten und best ausgestatteten Werkstätten runtergebrochen werden.
Außerdem gibt es auch noch die Menschen, die einfach nicht mit Werkzeug umgehen können.
Also ich finde, wir sind gar nicht so weit auseinander. Meine Ausdrucksweise ist halt leider eine frustrierte. Da bewundere ich dich, daß du da so am Ball bleibst. Denn Frust kennst du ja auch.
Damit sei alles gesagt.
Liebe Eva, liebe rMichael, ich versteheh eure Betroffenheit so gut. Sie istauch meine. Danke dass ihr den Wagen seit so vielen Jahren zur Verfügung stellt!! Er is tfür mich ein wunderbares Bild unserer Kultur, dessen was teilen in kleinem so einfach möglich macht. DIe vielen Transporte und Umzüge, die wir damit hier schon benzinsparend gemacht haben…..Ich möcht ihn nicht missen. Ich finde es auch völlig okay, voher nach dem Schlüssel zu fragen.
Matthias, ich finde deine Anregungen sehr gut. Auch in der LEDI müssen wir ja gerade schmerzhaft lernen, dass es wichtig ist zu differenzieren. Ich habe immer mal was für die Reparatur des Wagens gespendet und tue dies auch gern an dieser Stelle wieder. Danke lieber Micha, für deine Bereitschaft, ihn immer wieder zu reparieren.
Ihr Lieben,
vielen Dank für die Kommentare. ich antworte erst jetzt, da ich ein paar Tage keinen Empfang hatte. Ich werde mit Micha die Kosten besprechen, wenn ich zurück bin. Es tut uns auch beiden leid, den Wagen abschliessen zu müssen, aber er kann sich ja trotzdem ausgeliehen werden. Anders ist es beim Holz und bei den Steinen am Hain. Ich habe keine Lust (der Unterstand war schon sehr teuer), jetzt auch noch eine Tür oder Absperrungsvorrichtung anbringen zu lassen. Ich möchte vertrauen können.
Danke liebe Arinya, das du mir gezeigt hast, wie ich meinen Beitrag nur einmal poste. 🙂
Hi und der Wagen ist nicht einsatzfähig für mich ist es ein ritual ihn zu benutzen viele Menschen haben hier den Ort geschafen der er jetzt ist danke an percy herman susanna usw.