Wunderbare Gemeinschafts-Erlebnisse – und Du warst (nicht) dabei.

Der „Wandeltag“ Mitte Juni hat mich inmitten von vierzig Teilnehmenden mal wieder zutiefst spüren lassen, in was für einem Paradies wir hier sein dürfen. Natur vom Feinsten, eine super Infrastruktur und soooo viele Menschen auf ihrem Weg  . . .Was für eine Fülle, und welch Riesen-Potential gibt es da noch zu entdecken – und zu heben !

Mich haben die intensiven Begegnungen und der direkte Austausch zu zweit oder in der Kleingruppe auf unserem „Heiligen Hain“ sehr beglückt.

Gleichzeitig habe ich mich gefragt, was die ca. hundert nicht anwesenden Lebensgärtner*innen wohl Besseres zu tun gehabt haben könnten, als beim allerersten Gemeinschaftstag seit sechzehn Monaten dabei zu sein. Diese Frage geht auch an den Vereinsvorstand, den bisherigen wie den künftigen – schön dass immerhin Christoph noch zu uns gefunden hatte. Und sie richtet sich gleichfalls an die Moynies, deren komplette Abwesenheit mehrfach bedauert wurde.

Sehr gefreut haben mich die zwanzig jungen Menschen – allesamt (noch) keine Lebensgärtner*innen. Das ist eine gefühlte Quote von 85 % Anwesenheit. Diese Quote haben auch die Vereinsmitglieder erreicht – allerdings bei ihrer Nicht-Teilnahme.

Was läuft da bei uns schief ? Soll so unser gemeinsamer Neuanfang aussehen ?

Weshalb ruft der Vereinsvorstand nicht sämtliche Mitglieder – inklusive sich selbst – aktiv und begeistert zur Teilnahme an einer Gemeinschaftsbildung auf, die ihm auf dem Silbertablett serviert wurde ? Weil wir als Wandelkreis bisher keine „offizielle“ Gruppe im Verein sind ?

Was braucht es für 100 von 120 Lebensgärtner*innen, um (wieder) bei der Gemeinschaftsbildung mitzumachen ?

Sachdienliche Hinweise nehme ich gern entgegen.

Horst

 

3 Kommentare zu „Wunderbare Gemeinschafts-Erlebnisse – und Du warst (nicht) dabei.“

  1. hallo horst und alle anderen, die das lesen!

    ich habe nicht teilgenommen, weil ich migräne hatte. außerdem hatte ich große lust auf einem terminfreien tag, die habe ich selten.

    zu deinem wunsch nach „sachdienlichen hinweisen“: ja, ich glaube tatsächlich, dass es sehr hilfreich ist, wenn es ein gewähltes team ist, das zu soetwas einlädt, weil dann das gefühl entsteht, dass sie klar im sinne der gemeinschaft handeln und nicht aus „eigenem interesse“ heraus.

    ich könnte mir auch vorstellen, dass eure berichte, die ihr bisher veröffentlicht habt, manche menschen „abgeschreckt“ oder zumindest nicht angezogen haben. zum beispiel, weil ihr zu beginn (das ist jetzt meine subjektive erinnerung!!) relativ offensiv damit umgegangen seid, dass ihr euch TROTZ corona live trefft.
    eine weitere vermutung ist, und das war auch im sozialteam bei der ausrichtung von gemeinschafttagen immer wieder ein drahtseilakt, haben meiner erfahrung nach viele auch immer mehr bedürfnis nach konkreten handlungsschritten und „lösungen“, das kam finde ich bei eurer einladung nicht so durch, dass davon etwas mit geplant ist für euren gemeinschaftstag.

    und ich finde, das sieht sehr sehr schön aus und freue mich über eure initiative und die vorbereitung, die ihr da hineingesteckt habt.

    liebe grüße,
    lara

  2. Lieber Horst,
    vielleicht ist deine Erwartungshaltung zu hoch, daß alle die Aktionen der Wandelgruppe toll finden müssen?
    Ich kenne das auch, daß ich bei Dingen, Sachen, Tätigkeiten meine, das muss doch die ganze Welt mitreissen und die Resonanz ist äußerst gering.
    Letzten Endes muss das jeder für sich selber entscheiden, was für ihn interessant ist.
    Ich finde, der Vorstand ist nicht dazu verpflichtet, zu einer Teilnahme zu drängen. Nicht hier im LG. In anderen Gemeinschaften mag das anders sein.
    Zumal ja hier jetzt auch Stimmen laut werden, ob wir den Verein überhaupt brauchen.
    Und ja, ich war ganz bewusst nicht dabei. Warum?
    Weil für mich persönlich die Zeit zu kostbar ist, um Visionen zu erträumen, die, meiner Erfahrung nach, dann nicht umgesetzt werden. Mag ein Vorurteil sein und es werden jetzt viele Gründe anführen können, warum mein Denken in ihren Augen nicht richtig ist.
    Allerdings bin ich Praktiker und lenke meine Energie deshalb auf die Dinge, die ich sehen und greifen kann.
    Heute morgen kam mir noch der Satz in den Sinn: „Gemeinsam ist man stark.“
    Ich habe aber oft erlebt, daß man gemeinsam auch schwach sein kann.
    Für mich sind die Tendenzen momentan hier im LG nicht die, die mich weiterbringen. Aus diesem Grunde ziehe ich mich auch massiv aus dem Gemeinschaftsgeschehen raus.

    Meine Meinung, nur als sachdienlicher Hinweis.

    Sonnige Grüße,
    Steff

  3. Hallo Horst,
    sachdienlicher Hinweis: Von den Moynies waren drei da: Oliver, Sandra und noch ein junger Mann.

    Und: Ich finde es wunderbar, wie viele Menschen dort zusammengefunden haben. Es braucht für mich garnicht alle. Es braucht auch keinen Aufruf des Vorstandes oder irgendwas. Es braucht auch keine Teilnahme des Vorstandes.

    Wandelkreis – der Sinn war doch, Begegnungsräume zu schaffen für alle am Platz Lebenden (Gruppen). Ich sah da die Begegnung als Ziel, das einander sehen.

    Für mich war es ein schöner Tag, ich habe neue Menschen kennengelernt, und Bekannte besser.

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