Protokoll der Zoom-Online-MV v. 20.1.2021
von Christoph
Beginn 20:00 Uhr, Ende gegen 22:00
Anwesend 48 Personen: Horst, Gisela Heitzer, Sylke H., Jan, Cynthia, Christoph, Chris, Joos, Alex Holzmeyer, Peter Walter, Petra Völker, Dagmar, Friedo, Evelyn, Karl-Heinz, Heidemarie, Rike, Helga, Franziska, Joachim, Dhiraja, Lars Graf, Charlotte, Jannes, Sophia, Ann-Rojin, Emmely, Magdalena, Barbara G., Lars Petri, Gerold, Regina, Katharina Sai, Annegret, Christina, Kai-Uwe, Stefan, Mathias, Ina, Lara-Mira, Til Sauerwein, Miriam, Dietmar, Birgit Rademacher, Monika B., Arinya, Ute G.
Zu Beginn übernehmen Jan und Sylke Harz die Moderation und machen zur Einstimmung eine „Schwerkraftübung“ Danach werden folgende Tagesordnungspunkte behandelt:
- Franziska: übernimmt die Begrüßung und das Willkommenheißen der neuen Probemitglieder Emelie Schömburg und Sophia Eckermann
- Der Austritt aus dem Verein von Amuna wird bekanntgegeben, Sie ist zur Zeit auf La Palma. Ihre Austrittsgründe kennen wir nicht. In den letzten Monaten war sie Fördermitglied.
- Klarheit über die rückständigen Stromkosten aus der Nutzung E-Mobilität; Für den Tagesordnungspunkt waren 20 Min. vorgesehen. Erklärung dazu von Alex 20’ Nach einer kurzen Einleitung von Friedo fasste zunächst Joachim seinen Standpunkt als Hüter der Vereinsfinanzen zusammen. In den vergangenen Jahren wurde Strom verbraucht, die Kosten vom Verein verauslagt aber schließlich nicht von den E- Mobilisten bezahlt. Darauf nimmt Alex Stellung und berichtet von der Historie der E- Mobilität. Seine Frage bei Abnahme des Stroms der Gemeinschaft „Was kostet eine KWh?“ wurde damals mit „20 Cent“ beantwortet. Auf dieser Basis wurde in der Folgezeit abgerechnet. Dann kam lange keine Abrechnung. Alex ging daher vom Fortbestand des ursprünglich verabredeten Nutzungsentgelts aus. Dann wurden vom Finanzteam für Alex überraschend mehr als 20 Cent rückwirkend gefordert. Im Streit ging es darum, ob die ursprüngliche Vereinbarung Bestand hatte bis zum Zeitpunkt der Neuberechnung und wodurch die 20 Cent-Verabredung verändert wurde. Karl-Heinz setzte sich dafür ein, dass die streitige Differenz vom Hereingetragen würde angesichts der unbestreitbaren Verdienste von Alex für die E- Mobilität im Lebensgarten und sein regionales und überregionales Engagement im Namen des Lebensgartens. Christoph wies auf einen Vermittlungsvorschlag des Vorstandes mit, der aber vom Finanzteam abgelehnt wurde (Veto von Joachim, der Vorstand dürfe die 500€ Grenze bei einem Verzicht auf Nachforderungen nicht überschreiten). Joos schlug vor künftig auf den berechneten Strompreis „künftig einige Cents draufzulegen“. Vorschlag von Jannes und Rojin „Halbe-Halbe“. Die Moderation sah angesichts der Fülle der Tagesordnungspunkte nicht den Raum für weitere Erläuterungen von Alex und auch nicht die Zeit, um in der MV eine Lösung zu finden. Der Streit blieb weiter ungelöst. (Anmerkungen: Alex hat noch am selben Abend nach der MV seinen Austritt aus dem Verein erklärt! Der offene Betrag wurde dankenswerterweise von Dhiraja übernommen.)
- Mitteilung Mandatsende vom damaligen Finanzkreis Evelyn wies daraufhin, dass das Mandat des früheren Finanzkreises erloschen sei. Katharina Sai wies daraufhin, dass bestimmte Aufgaben des Finanzkreises wie das Fundraising und die Aktion „Freunde für den Lebensgarten“ vom Finanzteam nicht übernommen wurden und deren Bearbeitung damit vakant ist. Das Finanzteam erklärte daraufhin, dass diese Aufgaben ausdrücklich nicht übernommen wurden, weil das Finanzteam sich nicht in der Lage sah, sich darum zu kümmern.
- Information des Finanzteams zu rückständigen Mitgliedsbeiträgen Es geht um rückständige Gemeinschaftsstunden und nicht vollständig gezahlte Monatsbeiträge. Laut Satzung könnten Mitglieder deswegen ausgeschlossen werden. Eine Entscheidung über einen möglichen Ausschluss soll nachgeholt werden.
- Aktuelle Verträge aus dem Zukunftsprojekt 2.0 Das Zukunftsteam erläuterte seinen Antrag auf Zustimmung der MV zu den erarbeiteten Vertragswerken, die zuvor bei Rike zur Einsichtnahme ausgelegen hatten. Der Antrag lautete:Die MV wird um Zustimmung gebeten in folgenden Punkten:
1. Eintritt des Lebensgarten e.V. als Gesellschafter in die zu gründende CAIA Academy gGmbH mit einem Gesellschafteranteil von 20% (5000 €) und dementsprechenden Stimmrecht in der Gesellschafterversammlung. Weitere Gesellschafter sind Jannes Bohmfalk, Charlotte Gappa, die Stiftung Paradise Now sowie die Monika-Bonnen-Stiftung.2. Abschluss eines Nutzungsvertrages für das Gemeinschaftsgebäude
zwischen Verein und CAIA Academy gGmbH.
3. Auflösung des Pachtvertrages für das Heilehaus zwischen Verein und Stiftung Paradise Now.
Zu allen drei Vertragsthemen teilten Cynthia und Joos mit, dass die Verträge noch „in Bewegung“ sind, d. h. im Detail noch weiterer Bearbeitung bedürfen vor allem in Hinblick auf die Wahrung der Gemeinnützigkeit des Vereins und in Bezug auf einige Details. Dabei spielen auch die Anregungen und Hinweise des Steuerberaters Hohaus und des zuständigen Finanzbeamten in Nienburg, die gerade erst eingeholt wurden, eine Rolle. Die beantragte Zustimmung betrifft also das Einverständnis mit dem Prozess und den vorliegenden Zwischenergebnissen. Anschließend wurde auf jedes Vertragswerk einzeln eingegangen.
zu 1.) wurde die Frage angesprochen, ob der Lebensgarten bei einer Minderbeteiligung an der zu gründenden gGmbH zur Erhaltung der eigenen Gemeinnützigkeit beitrage. Die Frage konnte nicht abschließend beantwortet werden. Weiterhin wurde danach gefragt, warum die Monika-Bonnen- Stiftung Mitgesellschafterin würde. Joos erläuterte, dass damit erreicht würde, dass eine gemeinnützige Institution in die gGmbH einträte anstelle der zunächst ins Auge gefassten persönlichen Mitgliedschaft weiterer LebensgärtnerInnen.
Auf die entsprechende Nachfrage erteilte die überwiegende Mehrheit der Versammelten ihre Zustimmung.zu 2.) Zum Abschluss eines Nutzungsvertrages für das Gemeinschaftsgebäude zwischen Verein und CAIA Academy gGmbH erläuterte Joos den augenblicklichen Stand der Vertragsentwicklung. Zum vorliegenden Entwurf gibt es noch Veränderungsvorschläge in Hinblick auf steuerliche Konsequenzen und bezüglich der Nutzung der einzelnen Räume. Beispielsweise soll das Inventar nicht unmittelbar in den Vertrag einbezogen werden, weil dadurch eine Art „möblierte Vermietung“ gegeben sein könnte, mit strengeren steuerlichen Anforderungen. Wegen des Inventars wird daher ein separater Vertrag angestrebt. Der Vertrag ist kein Mietvertrag sondern teilt die Nutzungsmöglichkeiten und Prioritäten zwischen Lebensgarten und CAIA Academy auf im Sinne ausschließlicher und vorrangiger Belegungsmöglichkeiten.
Auch zu diesem Vertragswerk erteilte die überwiegende Mehrheit der Versammelten ihre Zustimmung.zu 3.) Auflösung des Pachtvertrages zwischen dem Lebensgarten und der Stiftung Paradise Now bezüglich des Heilehauses. Auch hier erläuterte Joos den Stand der Verhandlungen. Mit Abschluss des Auflösungsvertrages fällt der Besitz am Heilehaus an die Stiftung zurück. Die Stiftung plant mit der CAIA Academy einen ähnlichen Nutzungsvertrag zu schließen, wie der Lebensgarten mit der Academy. Es besteht Einverständnis, dass Dietmar in das Erdgeschoss des Hauses Rosenanger 38 umzieht. Außerdem ist geplant, dass er sich die untere Wohnung in diesem Haus mit einer Untermieterin teilt.
Es soll noch eine besondere Zeremonie zur Verabschiedung des Heilehauses aus der Verantwortung des Lebensgartens geben. Dabei soll das jahrelange Engagement von LebensgärtnerInnen gewürdigt und Raum für zahlreiche Geschichten gegeben werden, die sich um das Heilehaus ranken. Ein Termin wird bestimmt, wenn der Lockdown vorbei ist.
Auch in diesem Falle erteilte die überwiegende Mehrheit der MV ihre Zustimmung.
Damit kann das Zukunftsteam weiter am Abschluss der Verträge arbeiten.
7. Abstimmung zum Mandatsantrag Dorfplenum –
Dorfplenums-Team Mandat. Die Abstimmung über das gewünschte Mandat wurde vertagt, weil das Dorfplenumsteam in den nächsten Wochen ohnehin kein Dorfplenum durchführen wird. Der umfangreiche Mandatsantrag lautet wie folgt:„Dorfplenumgs-Team-Mandat:
Das Dorfplenums-Team besteht idealerweise aus 4-6 beständigen Mitgliedern, die von der MV gewählt wurden.
Hauptfunktion ist die Ausrichtung eines regelmäßigen Dorfplenums. Regelmäßig bedeutet monatlich, immer der 3. Mittwoch im Monat. Wenn nicht anders bekannt gegeben, geht das Dorfplenum von 20-22 Uhr und findet im Studio statt. Außerhalb der Dorfplena trifft sich das Team intern nach Bedarf zur Vor-und Nachbereitung der Plena.
Das Team ist erreichbar unter der Mailadresse plenum@lebensgarten.deDas Dorfplenum ist ein einfach strukturiertes, niederschwelliges Plenum zu vorher benannten Konflikten oder konfliktgeladenen Themen, die die Lebensgarten- Gemeinschaft akut oder dauerhaft betreffen. Es hat das Ziel Transparenz zu schaffen und wenn nötig weitere Schritte zur Klärung außerhalb des Plenums zu beschließen. Teilnehmen dürfen alle am Platz lebenden Menschen. Braucht es einen geschützteren Rahmen (z.B. nur Vereinsmitglieder), wird dies vorher bekannt gegeben. Jedes Dorfplenum wird von zwei Mitgliedern des Teams moderiert. Alle anderen Teammitglieder versuchen ebenfalls anwesend zu sein.Die Moderation ist keine Prozessbegleitung, sondern moderiert den Abend und achtet auf ein respektvolles Miteinander. Nach der Aussprache (Redebeiträge der Anwesenden mithilfe einer Redner*innen- Liste) findet sie ggf. gemeinsam mit den Beteiligten die nächsten Schritte. Diese sollen möglichst realistisch, konkret und terminiert sein SMART).
Themen werden bis eine Woche vor dem Dorfplenum beim Team angemeldet. Das Team entscheidet im Sinne der Gemeinschaft, was Thema des nächsten Plenums wird. Das gewählte Thema wird eine Woche vorher mit der Einladung veröffentlicht. Am Abend wird das Thema durch den die einbringende Person / Gruppe als „ Spannungsträger*in“ eingebracht und vorgestellt. Sollte dies nicht möglich/gewünscht sein, übernimmt das die Moderation. Kommt ein Thema nicht zum Ende kann es in der nächsten Dorfplenum weitergeführt werden oder ausgelagert werden.
Ideelle Funktion:
Wir sehen in dieser Institution die Möglichkeit, Konflikte, Gerüchte und Spannungen direkt und im Kontakt zu benennen und zu klären. Dies schafft im täglichen Leben mehr Freiraum, Energie und Freude für Dinge zu haben die uns wichtig sind. Wir sehen eine mögliche Entzerrung der MV und der Kreise/Teams. Wir sehen eine bessere Stimmung und freundlicheres Miteinander, ein Zuwachs an Vertrauen und Verlässlichkeit und somit letztendlich eine Erhöhung unserer Lebensqualität.“- Antrag von Chris bezüglich einer Befreiung der Vorstandsmitglieder von Mitgliedsbeiträgen:
„Ich stelle hiermit den Antrag, dass ab Januar 2021 die aktiven Vorstandsmitglieder während ihrer Vorstandszeit keine Mitgliedsbeiträge zahlen. Die Vorstandsarbeit ist so umfassend und zeitraubend, so dass das wenigstens eine kleine Wertschätzung wäre“ Bevor ein Stimmungsbild eingeholt werden konnte, haben Vorstandsmitglieder und Teilnehmende der MV zu dem Antrag Stellung genommen. Begrüßt wurde die Wertschätzung der Vorstandstätigkeit durch so einen Antrag. Angesprochene Vorstandsmitglieder teilten mit, dass sie sich Anerkennung in anderer Form wünschen, nicht aber durch Freistellung vom Mitgliedsbeitrag. Andere Stimmen wiesen daraufhin, dass auch in anderen Bereichen des Vereins ehrenamtliche Arbeit geleistet würde und es schwierig sein könnte, solche Mitglieder von einer Freistellung auszunehmen. Nachdem es ersteinmal nur um ein Stimmungsbild ging, soll der Antrag nach Überarbeitung erneut zur Abstimmung gestellt werden. - Die Stellungnahme von Peter Walter vor der Gemeinschaft Es geht um einen Konflikt zwischen Peter Walter, Lea und Mathias. Peter Walter möchte sein Bedauern über sein eigenes Verhalten vor der Gemeinschaft zum Ausdruck bringen. Zunächst berichtet Cynthia in Abstimmung mit ihm über seine Beweggründe vor der Gemeinschaft sein Bedauern wegen seiner körperlichen Übergriffe auszudrücken. Er stieß damit bei den Versammelten auf Akzeptanz und offene Ohren. Da es schon ähnliche Situationen in der Vergangenheit gegeben hat, wurde Peter Walter aufgefordert, sich dem Thema ganz generell noch einmal zu stellen. Es wurde auch gefragt, was er tun kann, um anderen Menschen Sicherheit zu geben, dass sich solche Situationen nicht wiederholen. Er wurde auch aufgefordert, Überlegungen anzustellen, welche Form der sozialen Wiedergutmachung gefunden werden kann, um die Situation zu befrieden. Ein gemeinsames Gespräch mit Mathias und Lea steht noch aus.
10. Ausstimmung Wir waren überwiegend der Meinung, dass Sylke und Jan uns achtsam und produktiv durch die Versammlung geleitet haben. Vielen Dank!
Christoph, 25. 1. 2021
- Antrag von Chris bezüglich einer Befreiung der Vorstandsmitglieder von Mitgliedsbeiträgen:
Lieber Christoph,
danke für das ausführliche Protokoll!
Die Diskussion über die Strompreise hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, Vereinbarungen, die Konfliktpotenzial besitzen, schriftlich zu vereinbaren. Dies hätte so viel Arbeit, Ärger und den Austritt von Alex vermeiden können. Vielleicht lernen wir das ja für die Zukunft.