Protokoll Coaching vom 04.07.19 zum Thema Identität des Seminarbetriebes und Auswertung der SWOT-Analyse
Anwesend waren: Birgit Tali Menne, Kai-Uwe, Rike, Matthias, Christian, Gerold, Dagmar, Simon und Miriam (Protokoll)
Hier als erstes der Entwurf für den Text zur Identität, den wir aus dem bisherigen Coachingverlauf herausgearbeitet haben:
Text Zusammenfassung / Vorlage zur Identität Seminarbetrieb – Lebensgarten
Der Seminarbetrieb im Lebensgarten Steyerberg steht für Vielfalt, Verbindung und Transformation und wird getragen durch aus dem Feld der Liebe, Heilung und Kraft in der Gemeinschaft. Der Lebensgarten zeigt seine Vielfalt im äußeren Ausdruck/Erscheinungsbild, die Stärke in der Verbindung zwischen den Menschen und Projekten, sowie der Transformation in jedem einzelnen von uns.
1.) Vielfalt
Die Vielfalt aus der Vergangenheit bis heute zeigt sich konkret in folgenden Bereichen:
- Zweckbetriebe
- Vereine
- Unternehmen
- Einzelunternehmen/Praxen
- (Bio-)Nahrungsmittelversorgung
- Kunst/Kultur
- Begegnungsräume
- Bewegungsräume
- Projekte zur Nachhaltigkeit
- Raum für Spiritualität
- Wissen/Erfahrung/Erprobung
- unterschiedlichste Bewohner*innen/Teilnehmer*innen/Besucher*innen
2.) Verbindung
Verbindung begegnen dir hier vor Ort, im Miteinander der unterschiedlichsten Projekte und Menschen. Du findest sie in unserem stetigen Bemühen Verbindung im miteinander zu schaffen, zu stärken und zu pflegen, z.B. durch regelmäßige Mitgliederversammlung, vielfältige Begegnungsräume/Aktivitäten, offene Türen und Herzen, sowie der gemeinsame Wunsch nach Gemeinschaft und Mitmenschlichkeit.
3.) Transformation
Die Transformation drückt sich bei uns aus, in jedem Einzelnem, durch individuelle, innere Prozesse – du begegnest dir selbst, wenn du zu Besuch bist, und erlebst das oft auch ambivalente Feld aus Emotionen und z.T. auch „Altlasten“, die seit der Gründungszeit durch die ganze Gemeinschaft schwingen und diesen Ort mit seiner bewegten Geschichte letztlich zu dem machen, was er heute ist. Diese Prozesse führen auf einer Seite zu Heilung, Liebe und Kraft auf der anderen Seite aber auch zu Frust, Schmerz und Trauma. Es wird vieles offengelegt und gezeigt, lebensnah und authentisch.
Wir vom Lebensgarten Steyerberg und auch als Team vom Seminarbetrieb (als ein Teil des Ganzen) stellen uns in unserer Arbeit den vielen Herausforderungen im inneren, zwischenmenschlichen und dem äußeren Leben und wollen durch unser „Tun und Sein“ einen Beitrag zur Entwicklung der Menschen, der Gestaltung einer lebenswerten Umwelt und dem friedlichen und freien Miteinander leisten.
Offene Fragen aus diesem Prozess:
„Wir vom Seminarbetrieb“ ODER „wir vom Lebensgarten Steyerberg“ (Synsthese???)
Hier jetzt das Protokoll von unserem Coaching am 04.07.19
Wir haben im letzten Workshop in einer SWOT-Analyse (Stärken – Schwächen – Chancen – Risiken) sowohl erfaßt, was an internen Stärken/Schwächen den Seminarbetrieb ausmacht, als auch die (zukünftigen) Chancen und Risiken einer wirtschaftlichen Weiterentwicklung des Seminarbetriebes eingeordnet
Daraus haben wir die Bestandteile einer Konzeption des „Bildungsbetriebes“ und Entwicklungsfelder definiert, die priorisiert werden, um sie weiter bearbeiten zu können
Das Ganze mündet in einem Aktionsplan mit konkreten Zielen, klarer Verantwortung und definierten Bearbeitungszeiten (u.a. Arbeit an den Handlungsfeldern, u.a. Kommunikation, Marketing, Akquisestrategie usw.)
Der erste Teil des Coaching war ziemlich emotional, da bei der Analyse der Stärken und Chancen sich auch immer wieder die Grenzen des machbaren, der Druck des „wirtschaftlich sein müssen“ und auch alte Themen, Verletzungen und Erfahrungen gezeigt haben. Durch Birgits sanfte und doch klare Ausrichtung ist es uns als Gruppe aber dennoch gelungen die Ausrichtung auf eine zukunftsweisende Vision und mögliche Handlungsfelder und umsetzbare Ideen zu halten und uns auch als Gruppe immer wieder in ein „miteinander“ statt in ein „ja-aber“ zurück zu finden.
Am Nachmittag haben wir dann sehr konzentriert hieraus die „ToDo-Liste“ erstellt und einen Zeitplan dafür erarbeitet und für uns noch einmal genau definiert, wie die ideale Belegungsstrategie zu gestalten ist.
Hier die ersten konkreten Schritte und Aufgabenbereiche:
1.) „Dauergäste“ – unser „Brot und Butter“ (z.B. Jahresgruppen, Ausbildungsgruppen, die durch die Struktur ihrer Seminare / Ausbildungen immer wieder feste Zeiten bei uns buchen und dies im Idealfall über mehrere Jahre wiederkehrend)
- Kundenpool erstellen (mind. 100 Adressen) und persönlich anschreiben → Miriam → bis Ende August
- 50 davon anrufen („Telefonparty“), Listen zur Wiedervorlage, Zeitplan usw. → Miriam + 2 Helfer → bis 15.10.19
- 20 persönliche Kontakte (auch Bestand) ansprechen, Daten vom Seminarteam einholen, Kontakte der Lebensgärtner erfahren (Aufruf Infogarten) → Miriam → bis 30.08.19
2.) Kontakt zur Kommune, regionale Veranstaltungen, Tag der offenen Tür, Verknüpfung zu bestehenden Aktionen vor Ort (z.B. Permakultur Projekte der Gemeinde, Historische Führungen usw.)
- Ideen aus dem Coaching und unsere Planung an die entsprechenden Menschen weiterleiten und prüfen in wie weit hier Interesse an einer Zusammenarbeit / Vernetzung mit dem Seminarbetrieb besteht (auch Kontakt zu Friedo aufnehmen und einbeziehen)-> Gerold und Simon → bis 26.07.19
- Konzept für „Tag der offenen Tür“ (nach Vorbild aus anderen Städten) erstellen, Idee auf MV / Infogarten präsentieren, Mitstreiter finden, Termin festlegen für nächstes Jahr, Wanderkarte erstellen oder auf den Weg bringen → Gerold Hauptverantwortlich → noch kein fester Termin (geplant für MV im Oktober?)
3.) Konzept für „Kurlaub“ oder „Healing & Awareness Week“
- Konzeptideen sammlen, verschieden Konzepte ausarbeiten (Fastenwoche, Smoothie-Woche, „high-level bzw. 5 Sterne Woche“ usw. , Angebote erfragen, Heiler, Therapeuten, Schamanen usw. fPool erstellen, die sich daran beteiligen wollen (langfristiges Kommitment!), Termine für kommende Jahre einplanen (möglichst in down times) → Miriam → noch keine konkrete Zeitplanung, Ziel nächster Sommer erste Woche anbieten
4.) Wildnispädagogik und Umweltbildung wieder im Seminarbetrieb verankern, z.B. durch „ältere“ Wildnismenschen, die keine Lust mehr auf Zelt und Co haben
- Kontakte ausloten, gezielt anfragen auch in Zusammenarbeit mit der Shoka Sanga und den dort statt findenden Seminaren, „Koryphäen“ aus diesem Bereich gezielt anfragen usw. → Miriam und Jürgen → Termin am Montag 08.07.19, 15:00 Uhr → wird ausgelotet
Es gab im Laufe des Coaching noch eine Vielzahl an tollen und sicher auch lohnenswerten Ideen, die allerdings im Moment noch nicht konkret umsetzbar sind und für die es noch weitere Vorarbeit oder weitere Mitstreiter bräuchte, die wir aber im Laufe des kommenden Jahres sicher auf unserer Agenda haben werden. Hierzu gehören:
- High-Level Seminare, Koryphäen, Vortragsredner usw. aus verschiedensten Bereichen, die wir zu uns einladen und für die wir ein Seminarkonzept erstellen und die ganze Abwicklung drum herum bsteln → hier braucht es Menschen, die Erfahrung in diesem Bereich haben und sich dort einbringen wollen und können → Wollen wir vom passiven Dienstleister zum aktiven Gestalter auch von Themen werden? → Grundsatzentscheidung,(derzeit für SB Team nicht zu machen). Hier müssten sich Themenverantwortliche finden, die ein Produkt langfristig konzipieren, steuern, begleiten, SL einbinden. (Anfrage an Madhuka?)
- Vernetzung mit anderen Kommunen und Gemeinschaften (z.B. Tempelhof, Sulzbrunn, Nature Community u.a.- frei nach dem Motto „klauen aus dem Süden“ → eventuell Matthias als Ansprechpartner (nach dem Festival!) → weitere Mitstreiter?
- „Experience Week“ nach dem Vorbild aus Findhorn erarbeiten, regelmäßig durchführen, langfristig planen (möglichst ein Konzept erarbeiten, dass dann wiederholt werden kann ← Arbeitsaufwand verringern) → aus der diesjährigen Gemeinschaftswoche entwickeln, bzw. wiederholen, Erfahrungen auswerten? → Alia, Angela und Madhukar ansprechen und einbeziehen
- Low-Level Seminare, Zusammenarbeit mit Jugendarbeit, Gen usw. ausbauen, „Clan-Treffen“, Events und Festivals, als parallel Angebote möglich? In Lückenzeiten einplanen? Wie kann sich der Seminarbetrieb hier mit einbringen, trotz „finanziellem Druck“ – längerfristige Baustelle, benötigt vielleicht auch das Commitment der Gemeinschaft hier den „Druck“ raus zu nehmen? → wie halten wir den Kontakt zur Jugend, wie „Fördern“ wir die Generation nach uns? → Ansprechpartner Simon und Matthias?
Offene Bereiche sind jetzt noch
- Angebote im Bereich Kreativität, Kultur (Singen …) → wie aktivieren wir diesen Bereich weiter und holen uns „die Leichtigkeit und Schönheit“ an diesen Ort zurück?
- Bestandskunden und der Bereich GfK -> wie geht es hier weiter? (ca. 1/3 der Belegung des SB kommt aus diesem Bereich → wer führt diesen Bereich weiter? Braucht es auch hier langfristig neue Ideen / Konzepte / Mitstreiter? → potetentiell Existenzbedrohend für den SB, wenn dieser Bereich kurzfristig wegbrechen sollte! → dringender Handlungs- und Kommunikationsbedarf!
Das nächste Treffen, als Zwischen Feedback findet am 25.07.19, (nach dem Coaching für das Büroteam) statt.
Liebe Grüße Miriam
P.S. Bitte denkt daran, dass dies ein Zwischenbericht eines laufenden Prozesses ist! Danke!
Wow, danke, ihr hab klasse miteinander gearbeitet, ich kann eine neue Kraft spüren