Geschäftsführung als Babysitter für PaLS-Phönix gesucht

Dagmar, Heike, Sylke, Declan und Til saßen am 30. Juli zusammen und haben über die Zukunft von PaLS gesprochen. Auf struktureller Ebene herrscht Ruhe. Andree und Heidi sind aus der Geschäftsführung entlassen, Jean-Phillipe krank, unsere Bufdies weg. Durch den Wegfall der Hauptkostenträger ergibt sich das Spannungsfeld, dass wir einerseits Zeit bekommen, um etwas Neues zu entwickeln, dass aber andererseits das Gelände und der Rest der Ernte zu verfallen drohen, obwohl unser Micha und seine Helfer das Beste geben. Für diese schwierige Zeit wollen Fördermittel beantragt werden. Es ist also Ruhe und gleichzeitig Eile geboten?!!

„Technischer Auslöser“ des Treffens ist, dass bei der Beantragung weiterer Mittel im September bei der Hübner und Kennedy Stiftung Declan den Antrag (Abgabe Ende August) nicht als Verantwortlicher unterschreiben sollte. Wie finden wir also im Laufe des August eine neue vieräugige (?) Betreuung für PaLS?

Der Phönix aus der Asche

Der schillernde Phönix, der PaLS in den vergangenen Jahren war, scheint gerade in sich zusammen gefallen zu sein.

Was wird nun aus dem jungen Phönix? Sein schuldenfreies Elternhaus, reich an Immobilien bringt mit den über die Jahre angehäuften Potentialen gute Neustartchancen, aber wenig Liquidität mit. Declan war der Papa des vergangenen Phönix. Wer ist ab jetzt geeignet, um sich um das junge Küken zu kümmern? Aber in welchem Geiste soll das Vögelchen erzogen werden? Wer hat Interesse daran?

Was auch immer der Lebensweg des Phönix sein mag, braucht er während seiner Kinderstube Begleitung. Es hilft zu wissen, wer überhaupt Interesse und einen Nutzen von diesem Phönix hat oder haben könnte. Wie kann uns PaLS ab 2018 von Nutzen sein? Nicht Wunsch- und Hoffnung-getrieben sondern realistisch, finanzier- und umsetzbar? Ich bin gespannt, was da rauskommen wird.

Declan will loslassen, das kann er aber nur, wenn wir die Verantwortung übernehmen. Besonders wenn wir bei der Hübner und Kennedy Stiftung weitere Gelder beantragen, ist es wichtig, dass bei Antragstellung nicht ein Familienmitglied unterschreiben muss. Da die H.K.-Stiftung PaLS gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt ist, haben wir die begründete Hoffnung, dass wir Gelder von der Stiftung bekommen, wenn unser Antrag stimmig ist. Auch eine Geschäftsführung liesse sich so finanzieren.

Wer kommt also aus eurer/unserer Sicht in Frage, um den Phönix aufzupeppeln? Welchen Prozess wollen wir starten, um das herauszufinden? Schreibt eure Gedanken als Kommentare. Wir wollen kurzfristig zu einem Treffen hierüber einladen. Wen hältst du für geeignet, die Neuausrichtung von PaLS zu gestalten oder gar zu verantworten?

4 Kommentare zu „Geschäftsführung als Babysitter für PaLS-Phönix gesucht“

  1. Mir kommen gerade Gedanken zu dem Werden des Theaterstückes in den Sinn. Es ist entstanden durch jeden Schritt, den wir gegangen sind. Und dadurch, dass keiner von uns die „unrealistische“ Vorstellung hatte… „es müßte vorher schon fertig sein“…konnte es überhaupt mit so einer unglaublich authentischen und aus uns selbst entsprungenen Dynamik… entstehen.
    Meiner Meinung nach war die Grundvoraussetzung dafür….
    Vertauen…in uns…
    Vertrauen…ins Leben…
    Ein Einlassen auf alles was da kam……ohne zu Bewerten…
    Jeder hatte seinen Raum…
    ….UND ein Zusammengehörigkeitsgefühl…

  2. Aber es gab eine klare, kraftvolle, motivierte, professionelle (…) Sylke, die mit ihren besonderen Fähigkeiten allQualitäten, Bedürfnisse, Wünsche usw. immer wieder zusammen brachte, bündelte, sichtete, überprüfte, neu ordnete.
    Anders wäre mit dem verrückten Haufen wohl schwerlich solch ein geniales Stück entstanden.
    Deine Aspekte (Vertrauen, Zusammengehörigkeitsgefühl..) sind klasse, doch es gehört einfach auch immens viel Sachkompetenz, Überblick, warmherzige Leitungs- und Teamfähigkeit, Zeit, Begeisterung, Klarheit usw. dazu, die ein Leitungsteam oder _Person mitbringen muss.
    Wer das hat? Keine Ahnung.
    Alles andere halte ich für Illusion.

  3. Ich für meinen Teil wundere mich über den Begriff „verfällt“.
    Das Gemüse – okay.
    Aber das Gelände? „Verfällt“, wenn wir nichts damit machen??

    Knapp ein Viertel der globalen Landfläche ist gottseidank noch Wildnis.
    Ist das alles „verfallen“?
    Hm…

    Hier ein paar Zitate aus dem Wilderness Act von 1964, die mir dazu einfallen, und die in mir Sehnsucht wecken und die Lust, diese Art von Wildnis mit unserer Art des Lebens, Denkens und Fühlens zusammenzubringen:

    „Im Gegensatz zu den Landschaften, die vom Menschen dominiert werden, verstehen wir Wildnis als eine Gegend, in der die Erde und ihre Lebensgemeinschaften sich ungehindert entfalten können, und in der der Mensch nur ein vorübergehender Besucher ist.“

    Damit „die wachsende Bevölkerung, die sich ausbreitenden Siedlungen und die zunehmende Mechanisierung nicht sämtliche Flächen besetzen und verändern und kein Land übrig lassen, das dem Schutz und der Bewahrung seines natürlichen Zustands gewidmet ist“.

    „Wenn das Land – oder das ganze Leben – von immer mehr Menschen als überzivilisiert und überreglementiert empfunden wird, bildet Wildnis erneut den Gegenpol: diesmal in Form des Ungeplanten, des Unkontrollierten.“

    In diesem Sinne plädiere ich für Vertrauen in die Natur und vor allem in unser GESPÜR, das vermutlich vor allem oder NUR seine ZEIT braucht, und für ein maximales Runterfahren jedes Planenwollens.
    Konkret plädiere ich dafür, das Pals-Gelände einfach „Gelände“ sein zu lassen, bis harmonische und integrierte Formen der „Nutzung“ durch uns Menschentiere ganz ohne „hehre Absichten“ gewachsen sind, die sowohl uns als auch der Natur in hohem Maße entsprechen könnten.

    Ich habe nichts gegen eine komplexere Nutzung, ich wünsche mir nur, daß sie wachsen darf, und nicht „erdacht“ wird.

    • Ich sehe absolut den Wert von Wildnis. In Permakultur steckt das Wort Kultur, im Sinne von „gestaltet“. Wachsen, ja! Zeit geben, unbedingt. Aber: sehr wohl von uns Menschen dominiert und einem Zweck dienend geformt. Erdenken und wachsen sind für mich kein Widerspruch.

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