Protokoll der MV vom 07.02. 2018

Anwesende Mitglieder    39  später  43         nicht stimmberechtigt   6

Moderation: Dagmar und Manuel

Wertschätzungsrunde

  1. Charlotte wird durch die WiL-Gruppe begrüßt; wir singen das Willkommenslied.
  2. Abstimmung Matthias einstimmig angenommen
  3. Aktueller Stand der „Neuen Telefonie“

Es ist möglich, dass durch die Umstellung zunächst die Qualität erst einmal etwas nachlässt,      dies wird mit der Zeit aber behoben.  Ziel ist auch die Strukturen zu vereinheitlichen.  Bitte lest dazu die Protokolle der IT-Gruppe im Infogarten.

Til stellt vor, wie die Telefonnummerverteilung vorgesehen ist.

Es gibt eine Kernnummer:    4331 – dann kommt eine dreistellige Zahl für die Häuser und für jeden einzelnen eine Privatnummer.

Der Heideweg hat die Nummern im 800er Bereich  z. B. Tils Tel. Nummer ist 4331-826

Der Borsteler Weg  hat 700er Nummern

Rosenanger  500 und 600

Ginsterweg 400

Akazienhain 300

Lebensgartenbetriebe 200

Gemeinschaftsgebäude 100  z.B.  Infopoint  4331-100

Buchhaltung 4331-102

 

4.  Personalteam

Es gibt seit geraumer Zeit Konflikte im Personalteam, die soweit fortgeschritten sind, dass Gerold aus dem Team  ausgetreten ist. Woraufhin Caitanya auch nicht mehr dabei sein möchte.

Gerold gibt eine persönliche Stellungnahme zu den Ereignissen im Personalteam ab. Er sagt, dass es ihm schwerfällt mit Susanne und Katharina zusammen zu arbeiten.

In seinen Augen ist es nicht möglich, Verhaltensweisen von den Arbeitnehmern zu fordern, die Susanne selbst nicht bereit ist einzuhalten – hierbei geht es um Stundenzettel, Krankenbescheinigungen und Urlaubsanträge, die jeder abzugeben hat – so ist es im Personalteam beschlossen worden – allerdings weigert Susanne sich, auch nach mehrfacher Aufforderung (auch durch den Vorstand), entsprechende Zettel abzugeben. Unterstützung findet Susanne  immer wieder durch Katharina.

Ein weiteres Beispiel: Gerold hat den Kontakt zu Uwe Lüpkemann hergestellt, der in der Buchhaltung aushelfen möchte. Er hatte mit allen einen Termin vereinbart, damit das Personalteam ihn kennenlernen kann. Leider sind Susanne und Katharina zu diesem Termin nicht erschienen- haben sich hinterher jedoch beklagt, dass nicht über ihre Köpfe hinweg Entscheidungen getroffen werden können.

Beispiel 3.   Es ist beschlossen worden, dass aus der Buchhaltung keine Ordner mit nach Hause genommen werden sollen. Elke Bohm hat zu ihrer Zeit immer wieder festgestellt, dass sie ihre Arbeit nicht durchführen konnte, weil Buchhaltungsordner fehlten, die Susanne mitgenommen hatte. Susanne bestreitet dieses.

Gerold möchte außerdem von Katharina nicht immer in  die GfK-Methode  gezwungen werden – das ist für ihn nicht authentisch.

Katharina äußert sich:

„Zunächst hätte ich lieber mit Gerold in einem anderen Gremium darüber gesprochen. Außerdem fühle ich mich nicht gesehen von Gerold. Ich  schreibe immer die Protokolle, die Teamwork sein sollen,  weshalb ich  die anderen um Feedback bitte. Dass Gerold  jetzt meine Arbeitsweise kritisiert verstehe ich nicht. (Erläuterung: Gerold hat kritisiert, dass in einem Protokoll erwähnt wurde, dass Engelkarten gezogen wurden, was seiner Meinung nach ein unwesentlicher Aspekt ist). Über das Gesagte von Gerold bin ich perplex. Mir ist es wichtig, dass wir uns gegenseitig die Chance geben, in uns hineinzuspüren und dann zu sprechen. Wenn Gerold den Ärger losgelassen hat, kann ich wieder mit  ihm sprechen. Ich habe mit ihm auch konstruktiv arbeiten können.“

Caitanya äußert sich:

„Ich bedauere den Schritt von Gerold sehr, kann ihn aber auch verstehen. Im Personalteam gibt es zwei Welten, die einfach nicht miteinander konstruktiv arbeiten können. Wir haben uns Mühe gegeben, dass es doch funktioniert.

Wir wollen Transparenz, Klarheit und der Betrieb soll reibungslos funktionieren. Das Personalteam erwartet von allen Mitarbeitern die gleichen Dinge, die auch Susanne zu erfüllen hat. Ich kann mir nicht vorstellen, allein mit Susanne und Katharina zusammen zu arbeiten, da ist kein Vertrauen mehr. Deshalb würde auch ich mich entscheiden, aus dem Personalteam auszutreten, wenn Gerold bei seiner Entscheidung bleiben würde.“

Susanne äußert sich:

„Ich weiß nicht was man mir vorwirft? Warum soll ich alles abgeben?

Die Buchhaltung 2016 ist übergeben. Ordner nehme ich nicht mit nach Hause. Ich mache vorbereitende Buchhaltung für den Steuerberater. Ich versuche den mir vorgegebenen Rahmen kreativ auszufüllen – und so stelle ich mir die Arbeit auch vor.

Ich gebe keinen Stundenzettel ab, denn egal wie viel ich arbeite, ob 20 oder 40 Stunden, abgerechnet werden bei mir immer 34 Stunden, deshalb ist ein Stundenzettel unsinnig. Aufgrund der Stundenzahl ist auch eine Krankmeldung oder ein Urlaubsantrag nicht notwendig.

Da ich das aber offensichtlich machen muss, habe ich entschieden ab jetzt ohne Geld zu arbeiten.“

Kurze Pause.

Es folgen Äußerungen von verschiedenen Leuten.

Joos macht deutlich, dass es immer Interessenkonflikte gibt, wenn Menschen mehrere unterschiedliche Rollen vertreten müssen. In diesem Fall Personalteam und Finanzteam. Alle Vier sind in beiden Kreisen vertreten. Auf der einen Seite sollen sie die betrieblichen Interessen vertreten, auf der anderen Seite die Mitabeiterinteressen.

Dhiraja: beklagt, dass es immer noch keine Arbeitsverträge gibt, was Susannes Aufgabe gewesen wäre, diese zu formulieren. Auch gibt es keine Arbeitsplatzbeschreibungen. Dhiraja als Stimme des Vorstandes, fordert Transparenz, die aber nicht gegeben wird, obwohl seit Monaten der Vorstand darum bemüht ist. Diese Doppelrolle „Arbeitgeber/Arbeitnehmer“ darf nicht sein. Es gibt Unklarheiten, die offensichtlich noch nicht benannt sind. Der Vorstand möchte eine soziokratische Neuwahl.

Micha meint, dass Susanne wohl das Bauernopfer ist. „Susanne hat sämtliche Nebenkostenabrechnungen gemacht, die Anzahl der Belege ist reduziert worden. Es ist unverschämt Susanne diese Vorwürfe zu machen – sie hat euch den Arsch gerettet.“

Evelyn: hier werden wohl Äpfel mit Birnen verglichen. Keiner wirft Susanne vor, dass sie die Nebenkostenabrechnungen erledigt hat, sondern die Art und Weise, wie sie mit vorgegebenen Regeln umgeht und sich nicht an Abmachungen hält.

Außerdem sollte ein Team, was Entscheidungen treffen soll, niemals eine gerade Anzahl von Mitgliedern haben, wie in diesem Falle im Personalteam, wo es momentan deshalb immer zu einem Abstimmungspatt kommt.

Joachim sagt noch einmal, wie wichtig  es ist, dass keine Angestellten im Personalteam sein sollten, es müssen Leute aus dem Verein sein, die die Vertreter sind.

Eva-Regine schätzt Susannes Arbeit und bedankt sich bei Gerold. Sie hat nun mehr verstanden.

Heike als Vorstandsmitglied macht noch einmal deutlich, dass schon im August das Gespräch mit dem Büroteam und auch mit Susanne stattgefunden hat. Damals, das ist protokolliert, wollte Susanne die Arbeit abgeben, wenn die Unterlagen für 2016 fertig gestellt sind. Seitdem gibt es eigentlich nichts mehr zu tun, aber Susanne macht einfach weiter.  Außerdem kann sie nicht nachvollziehen, warum der Vorstand so angegriffen wird.

Friedo weist darauf hin, dass wir uns keine rechtlichen Verfehlungen mehr erlauben können, die Regularien bzgl. arbeitsrechtlicher Aspekte müssen wir unbedingt einhalten.

z.B.brauchen Marco und Uwe jetzt möglichst schnell ihren Arbeitsvertrag.

Fraglich ist, ob eine Umfunktionierung von lohnabhängiger Arbeit in ein Ehrenamt überhaupt möglich ist (wird geklärt mit dem Steuerberater). Außerdem ist dies von Seiten des Vorstandes nicht gewollt.

Dagmar: Wollen wir nach soziokratischer Methode ein neues Personalteam wählen?

Micha wendet ein, dass der Teambildungsprozess damals anders lief – nicht soziokratisch.

Arinya äußert ein großes Unbehagen, wenn es jetzt so weiterläuft wie bisher. Deshalb soll ein neues Team entstehen aber wir müssen vorher überlegen, welche Qualitäten vertreten sein sollen.

Micha erzählt, dass er  beim Teambildungsprozeß sehr intensiv dabei war, und dass es wichtig ist, dass dieser auch weiterhin begleitet wird. Wir müssen  schauen, was funktioniert und was nicht.

Til und Joos wenden ein, dass es ein systemischer Bruch wäre, wenn wir jetzt die Entscheidung darüber in der MV treffen würden.

Wir haben uns mit der  soziokratischen Methode bestimmte Strukturen gegeben. Zunächst sind die Mitglieder der  Kreise aufgefordert ihre Konflikte möglichst selbst zu lösen. Wenn das nicht klappt geht es an den nächsten Kreis weiter. Der  Entscheidungsprozeß was als nächstes ansteht,  geht nicht von oben (MV) nach unten (Kreis).

Joos: Eine fehlende Betriebsleitung darf kein Ruf an die MV sein.

Madhukar möchte 1. Susanne eine Wertschätzung für ihre Arbeit im Verein aussprechen

und  2. Joos und Tils Vorschlag folgen, dass die Konfliktparteien sich Unterstützung durch das Koordinationsteam holen.

Dagmar fragt, ob dies mit einer Mediation im Koordinationsteam verbunden werden soll.

Til macht deutlich, dass die soziokratische Methode  dies nicht vorsieht.

Joachim weist darauf hin, dass eine Begleitung der einzelnen Teams wichtig ist, dass sie sich die Unterstützung aber selbst suchen sollen.

Declan sagt, dass derjenige der zurücktritt in der Verantwortung ist und nicht diejenigen, die zurück bleiben. Derjenige der zurücktritt übernimmt eine Machtposition!!

Gerold verneint dieses und sagt, dass er (nur) Konsequenzen gezogen hat und damit keine Machtposition eingenommen hat.

 

 

  1. Aufstellungswochenende vom 09.-11. März

 Das Wochenende bietet uns die Möglichkeit der Auseinandersetzung  zu Fragen unterschiedlicher Themen.

Wie gehen wir mit Macht und Menschen um, die Verantwortung tragen? Wie ist meine persönliche Einstellung zum Thema Macht?

Wir könnten auch konkret arbeiten zum Thema PaLS und LG (Heidi u. Andree werden nicht da sein) oder auch zum aktuellen Thema s.o.

Oder:

Wie ist unser Teambildungsprozeß gelaufen? Eine gemeinsame Reflexion wäre möglich.

Wie gehen wir damit um, dass es unterschiedliche Entscheidungsbefugnisse gibt?

Ist unsere Struktur so gut, dass sie sich selbst erhalten kann?

Wie setzen wir den Teambildungsprozeß heute ein? Was genau sind die Anliegen der Mitglieder der Kreise?

Dazu ist wichtig, dass die Kreise sich vor dem Wochenende treffen und ihre Anliegen vorbereiten. Der Sozialkreis lädt dazu ein gemeinsam an den Vorbereitungen zu arbeiten.

Zunächst ein Stimmungsbild:

Wer ist dafür, dass wir das Wochenende dafür nutzen unsere Strukturen zu evaluieren. Sind wir jetzt gut aufgestellt oder was müssen wir korrigieren? Wo wollen wir hin?

Das Stimmungsbild fällt allg. positiv mit 3 Enthaltungen aus.

Der Sozialkreis wünscht, dass möglichst viele Leute auch aus den Kreisen und Teams am Wochenende teilnehmen.

Es soll darüber hinaus eine Evaluation der Ergebnisse erarbeitet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare zu „Protokoll der MV vom 07.02. 2018“

  1. Liebe Evelyn,
    danke für die aufwendige Protokollführung und den Versuch, die verschiedenen Aspekte , die sich zeigen, transparent zu machen. Es war sicherlich eine sehr herausfordernde Aufgabe dieses Protokoll zu schreiben.

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