Das Leitthema des Wochenendes „Unser Verhältnis zu Macht und damit ausgestatteten Funktionsträgern“ hat zunächst einen psychologischen Aspekt, der in Anknüpfung an die Aufstellungsarbeit mit Nora Römer weiter vertieft werden soll.
Dazu gehören Fragestellungen wie:
• Was sind meine persönlichen Erfahrungen mit Macht?
• Wie stehe ich zu Rollen, die mit Entscheidungsbefugnis und Macht ausgestattet sind? Kann ich ihre Qualität spüren?
• Kann ich mich in die Träger solcher Rollen einfühlen?
• Kann ich mich selbst in die Verantwortung begeben und solche Rollen einnehmen?
• Wie steht es um mein Kontrollbedürfnis gegenüber Trägern solcher Rollen?
• Kann ich mich mit Bewertungen der handelnden Akteure zurückhalten, wenn ich selbst nicht bereit bin, für ein Projekt Verantwortung zu übernehmen? etc.
Im zweiten Schritt soll das Thema präzisiert werden sollte, damit in der Folge konkrete Handlungsschritte entwickelt werden können.
Dazu bieten sich zwei Möglichkeiten an:
Themenfeld 1: „PaLS und der Lebensgarten“
• Wie finden wir Akzeptanz, Respekt und eine unterstützende Grundhaltung angesichts der unterschiedlichen Entscheidungsbefugnisse, aber auch der unterschiedlichen Verantwortlichkeiten unserer Funktionsträger am Beispiel der PaLS-GF?
• Was wünscht sich die GF von PaLS an Unterstützung aus dem LG, ggf. auch mit der Perspektive, Declan aus seiner Rolle als Hauptgesellschafter zu entlassen? Welche konkreten Schritte sind von wem zu gehen?
• Wie können wir unsere Beteiligung an der gGmbH wahrnehmen, ohne die Handungsmöglichkeiten und -freiheiten der GF sowie unsere beschränkten Entscheidungsbefugnisse als Minderheitsgesellschafter immer wieder in Frage zu stellen? Welche Verbindlichkeiten und ggf. welche Vereinbarungen braucht es dafür?
Zu diesem Vorschlag haben wir Kontakt mit der PaLS-Geschäftsführung aufgenommen, bisher jedoch noch ohne konkrete Resonanz.
Themenfeld 2: „Evaluation der Strukturveränderungen inklusive unseres Teambildungsprozesses in den letzten zwei Jahren und mögliche Konsequenzen daraus“
• Wie gut ist es uns gelungen, klare Verantwortlichkeiten im Bereich des Vereins und unserer Ertragsbereiche zu schaffen? Was hat sich bewährt und was gilt es ggf. zu verbessern?
• Wie klar ist Führung bei uns geregelt, insbesondere wenn es um strategische Entscheidungen wie Akquise oder Qualitätsmanagement oder um notwenige Personal- oder Einsparmaßnahmen geht? Wie klar sind die Entscheidungsverantwortlichkeiten und -prozesse geregelt?
• Macht Qualitätsmanagement einen Sinn, wenn nicht klar geregelt ist, wer notwendige Veränderungen zur Qualitätssicherung durchsetzt und kontrolliert, oder sollte QM gerade hier beginnen?
Dieses Themenfeld stieß auf Interesse sowohl im Vorstand als auch in der Arbeitsgruppe Koordination aller Ertragsbereiche. Wenn wir uns dafür entscheiden, wäre eine Vorbereitung des Themas wünschenswert, etwa in dem Sinne, dass in allen an der Evaluation beteiligten Gremien im Vorfeld eine interne Auswertung vorgenommen und nach Verbesserungsmöglichkeiten und Perspektiven für die eigene Arbeit gesucht würde.
Beide Themenfelder bräuchten für die Bearbeitung sowohl einen klaren Arbeitsauftrag der Beteiligten als auch deren Mitwirkung an dem Wochenende. Wir möchten daher das Thema in die nächste MV bringen und ggf. zur Vorbereitung ein Treffen der beteiligten Verantwortungsträger und Arbeitskreise einberufen.
Bitte vormerken: Beginn des Wochenendes ist voraussichtlich schon 16.30!!
Lieber Sozialkreis,
ich danke euch für eure tiefgreifende Vorberitung und bin sehr dankbar, über das, was ihr gerade anstosst.