Trotz alledem – Warum bin ich im Lebensgarten ?

Aktuelles aus dem Wandel-Kreis

Der Wandel-Kreis trifft sich seit einem halben Jahr jeden zweiten Samstag im Monat in einem sicheren und geschützten Rahmen. Eingeladen sind Angehörige verschiedener Strömungen im Lebensgarten, um uns als Gemeinschaft wieder stärker zu verbinden. Die Treffen werden immer gut vorbereitet und es wird stets eine Nachlese in den Infogarten gestellt (so am 14. April, 18. März, 21. Feb., 13. Jan., 17. Dez. und 17. Nov.).   Thematisch ging es bisher um die Themen:

+   Wie fördern wir die Begegnung der Kulturen im Lebensgarten ?
+   Was kann ich selbst tun, um der Spaltung im Lebensgarten entgegen zu wirken ?
+   Was möchte ich im Lebensgarten leben und erleben ?
+   Was waren und sind meine Kraftquellen ?
+   Was ist mein persönliches Geschenk an den Lebensgarten ?

Dieses Mal stand im Mittelpunkt die Frage:
+   Warum bin ich im Lebensgarten – trotz alledem ?

Zur Einstimmung verbanden wir uns in Stille. Es folgte eine knappe Befindlichkeits-Runde ohne Worte – mit Gesten, Bewegungen, Grimassen, Seufzen, Tönen usw.

Dann erklang das Begrüßungs-Lied: “ Sei Du mir willkommen in dieser Zeit an diesem Ort. Ich seh‘ mich in Deinen Augen, ich spür‘ Dich in meinem Herz‘ . Es ist die Zeit des Großen Wandels, und Du bist / wir sind ein Teil davon“.

Danach kreiste der Sprechstab in der Tradition des „Circle Way“ nach Manitonquat in einer ausführlichen Runde „Was ist gerade lebendig in mir ?“

Zur Einführung ins Thema gab es einen Vierzeiler von Erich Kästner“  Wird’s besser?  Wird’s schlimmer?  fragt man alljährlich.  Seien wir ehrlich:   Das Leben ist immer – lebensgefährlich. „

Um stärker ins Fühlen zu kommen, wurden nun kraftvolle Bewegungs-Übungen angeboten – Recken und Strecken allein und miteinander, genießerisch in Kontakt gehen, Gewicht abgeben, Schwerkraft erforschen, sich anlehnen an einem festen Gegenstand, sich einer anderen Person „zumuten“, sich gegenseitig versuchen wegzudrücken und die Widerstände spüren, sich Rücken an Rücken anlehnen, gemeinsam bewegen usw.

Nach einer kurzen Bio-Pause gab es die ausführliche Übung “ Das Rad meines persönlichen Wandels – auf dem Weg in den Lebensgarten.  Zur Einstimmung wurde ein Gedicht von Joseph Beuys vorgetragen, und zwar so langsam, dass alle parallel zur jeweiligen Textstelle jeweils eigene, individuell passende Bewegungen, Grimassen, Gesten, Laute etc. machen konnten – das war Freude und Entspannung pur !

Öffne dich !
Lass dich fallen.
Lerne Schlangen zu beobachten.
Pflanze unmögliche Gärten.
Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein.
Mache kleine Zeichen, die JA sagen
und verteile sie überall in deinem Haus.
Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.
Freue dich auf Träume  . . .

hier geht es weiter:   Öffne dich

Zur anschließenden Übung bildete sich ein Kreis, in dessen Mitte folgende Symbole ein Dreieck bildeten (siehe Foto):
(1)   ein STOPP-Schild  –  für die Entscheidung, NEIN zu sagen und damit auszudrücken: “ Bis hierher und nicht weiter ! “
(2)   ein Bergkristall      –   für den inneren Wandel im Bewußtsein und die ehrliche Analyse der realen Zusammenhänge.
(3)   ein blühender Zweig   –  für den Aufbau von Alternativen zum Bestehenden, die den eigenen Werten entsprechen

Diese Anordnung war als ein sich immerfort drehendes Rad zu verstehen, von dem die drei Symbole quasi die Speichen darstellen. Nacheinander konnten alle Teilnehmenden in die Mitte kommen und sich anhand der Symbole durch Stationen aus dem eigenen Lebenslauf bewegen.

In gut eineinhalb intensiven Stunden wurde so eine unfaßbare Fülle an Erfahrungen, Erkenntnissen, Hürden, Erfolgen, Umwegen, Ängsten, Widerständen, Mut- wie Wut-Proben, Zufriedenheit und Angekommen-Sein, Klarheit wie Unklarheit in Bezug auf die eigene Rolle in der Gemeinschaft sowie Liebe und Verbundenheit durch sämtliche der „Auftritte“ hindurch sichtbar und nachfühlbar gemacht. Immerhin hatten sich in der Runde gefühlte 500 Lebensjahre von Menschen im Alter zwischen 30 und 70 versammelt, die zwischen 0 und 35 Jahren Zugehörigkeit zur Gemeinschaft aufweisen konnten. Mit einer märchenhaften Vielfalt an familiären und beruflichen Hintergründen und Bildungsgängen, Qualifikationen, Potentialen, Ideen und Perspektiven – vom überzeugten Single bis zum gestandenen Familienvater, von der beinah ordinierten Nonne bis zur noch vor Kurzem extrem gut Verdienenden Busineß-Frau und weit darüber hinaus reichte das anwesende Spektrum.

So baute sich ein dichtes, körperlich spürbares Energiefeld auf, das vibrierte vor gegenseitiger Verbundenheit.

Alle Anwesenden fanden, dass sie sich innerlich viel näher gekommen waren als sie in dieser relativ kurzen Zeitspanne für möglich gehalten hätten.

Was ist geplant ?
der nächste Wandelkreis auf dem Hain am Sonntag den 13. Juni
*  dessen breite öffentliche Ankündigung im Infogarten
*  die Einladung an alle, sich mit an der Vorbereitung zu beteiligen

Zum Ausklang gab es wie immer ein gemeinsames leckeres Buffet mit intensiven persönlichen „Tischgesprächen“.

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