Ihr Lieben, hier ein Überblick über die wirtschaftliche Lage der Stiftung Paradise… Now! im Jahresvergleich 2017 – 2019.
Stiftungsbericht 2019 Übersicht
Dazu einige Erläuterungen:
- Beim Blick auf die Ausgabenentwicklung fällt auf, dass wir in den letzten Jahren weniger Mittel für Investitionen und Renovierungen ausgegeben haben. Ursache dafür ist, dass wir in den Vorjahren über erhebliche Mittel aus dem Verkauf von Christian Benzins Elternhaus in Berlin verfügen konnten, die er der Stiftung für investive Zwecke zu Verfügung gestellt hat und die wesentlich in die Renovierung der Häuser Rosenanger 6, 31, 36 und 41 sowie die Ablöse für Mieterinvestitionen im Ginsterweg 15 geflossen sind.
- Aus den laufenden Einnahmen konnte in den letzten Jahren der Investitionsstau im Bezug auf Heizungen und Dämmmaßnahmen weitgehend beseitigt werden, auch wenn wir natürlich von einem hohen Ökostandard für die Stiftungshäuser noch weit entfernt sind. Mit dem Eintritt in die Bürgergenossenschaft und der Perspektive, ausfallenden Heizungen durch Fernwärmeanschlüsse ersetzen zu können, kommen wir zumindest jedoch dem Ziel verminderter CO2-Emissionen perspektivisch näher.
- Die Einnahmesituation der Stiftung hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Dies spiegelt sich sowohl in der Einnahmeentwicklung als auch in der kontinuierlichen Steigerung der Summe aller Kaltmieten wider. Ursächlich dafür: alle Häuser sind inzwischen ausgebaut und bewohnt, in den z.T. aufwendig renovierten Häusern gibt es ein entsprechend höheres Mietentgelt und wir haben das Mietniveau in mehren Schritten der Preisentwicklung angepasst.
- Etwas angestiegen sind die Personalkosten durch die Neueinstellung eines Hausmeisters. Diese Maßnahme macht sich jedoch durch verringerte Kosten für externe Handwerker, eine Verbesserung des Services für die Mieter und eine deutliche Entlastung des Vorstandes bezahlt.
- 21% der Einnahmen, das sind knapp 28.000 €, konnten im jahr 2019 für die Erfüllung der Stiftungszwecke verwendet werden. Diese flossen in die Unterstützung für verschiedene Projekte des AVeV (Vereinshaus, R 36, Orientas) sowie eine Unterstützung des Vereins bei der Finanzierung des Heilehauses.
- Mit einem positiven Jahresergebnis von knapp 70.000 € hat sich die Stiftung im Jahr 2019 weitere Handlungsmöglichkeiten für Investitionen zur Verbesserung der Wohnqualität im Lebensgarten, aber auch für die Unterstützung innovativer Projekte im Sinne des Stiftungszweckes geschaffen.
Für das laufende Jahr verfügen wir erneut über zusätzliche investive Mittel, die aus dem Verkauf einer weiteren Berliner Immobilie stammen und die die Grundlage für die Finanzierung des erneuerten Daches im Ginsterweg 1 („Wache“) bilden. Darüber hinaus wurden Mittel aus diesem Verkauf für weitere Dacherneuerungen zurückgestellt.
Zusammenfassend können wir feststellen, dass sich die positive Entwicklung der Stiftung auch im Jahr 2019 fortgesetzt hat. Dank sei an dieser Stelle an unsere beiden Mitarbeiter*innen Birgit und Paul Hampton gesagt, die mit ihrem Tun für gute und klar geregelte Kontakte zu den Mietern Sorge tragen und unsere Arbeit wesentlich entlasten. Wir hoffen, dass sich das nach wie vor ausschließlich ehrenamtliche Engagement des Vorstands auch zur Zufriedenheit der Mieter auswirkt.
Auch allen ein schönes Weihnachten und vor allem Gesundheit!
Der Vorstand der Stiftung „Paradise… now!“
Antje, Friedo, Samarpan, Joos und Christian, den wir im Vorstand mitvertreten und in unsere guten Wünsche zum Jahresende ganz besonders einschließen
An dieser Stelle möchte ich als Mieter, Antje, Friedo, Samarpan, Joos und Christian als Stiftungsvorstand, einen Dank für ihre Arbeit aussprechen. Bei keinem „normalen“ Vermieter hätten wir in der Wache die Möglichkeit gehabt, so viel Handlungsspielraum auszuleben. Ich danke auch für das Vertrauen, daß wir die Dachgestaltung der Wache nach unseren Wünschen so umsetzen konnten. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich die Stiftung für Heiner Lüpkemann als Dachdecker ausgesprochen hat. Dies hat uns als Mieter dazu ermuntert in unsere eigenen Wünsche bei der Dachgestaltung zu investieren, um eine deutliche Steigerung des Wohlbefindens zu erreichen. Zusammen mit dem Vorstand haben wir hin und her gerechnet und verhandelt, damit dieses Projekt so entstehen konnte wie es jetzt ist. Auch möchte ich betonen, daß uns die Stiftung in keiner Weise gegenüber anderen Mietern bevorzugt hat. Die Extrakosten für die großen Gauben, dem Balkon und die Dämmung tragen wir als Mieter. Dies schließt auch die Baugenehmigungs- und Architektenkosten, sechs Wochen im Dunkeln und unglaublich viel Dreck und Arbeit mit ein. Dies war es uns als Mieter unbedingt wert, weil sich das Wohlbefinden gefühlt verdoppelt hat. Mit Freude sehe ich, daß wir unsere Zentralheizung bis jetzt noch nicht eingeschaltet haben und es trotzdem viel wärmer ist als früher. Die Holzöfen in der Werkstatt und im Wohnraum liefern bis jetzt die nötige Wärme. Manchmal ist es fast schon zu warm. Momentan heizen wir ausschließlich mit aufgearbeitetem Totholz aus dem eigenen Wald. Auch der Balkon ist zu einem Großteil aus Stämmen aus diesem Wald gebaut. Die Regionalität liegt uns hier sehr am Herzen
Ich sehe die Neugestaltung der Wache als eine tolles WinWin Projekt zwischen Mieter und Vermieter. Mit der Flexibilität beider Seiten, ist es möglich solche Projekte umzusetzen.
Mir ist es wichtig, daß dies auch mal erwähnt wird. Meiner Meinung nach wird die Stiftung diesbezüglich zu wenig gewertschätzt.
In diesem Sinne sonnige Grüße,
Steff