Liebe Ina, liebe Ute, lieber Horst !
Was für ein besonderer Tag das gestern war für mich:
Mit Freundinnen von den Universellen Friedenstänzen unterwegs über Land zu fahren ( wann fahre ich schon mal mit einem Auto, seit ’87 abgeschafft ), mal raus aus der Stadt . . . endlose Maisfelder rechts & links, Kartoffeläcker, Gründünger, darüber Himmel mit zauberhaften Wolkenbergen.
Dann sind wir da, herzlich willkommengeheißen von vielen Wimpeln, Plakat, zwei Jugendlichen, die beim Einparken helfen.
Wir kennen uns nicht aus, obwohl ich schon öfter da war, alles etwas verwirrend, viel Grün, Bäume, Büsche, dazwischen – wie versteckt – die Backsteinhäuser. Mich erinnert der Lebensgarten immer an meine Kindheit 50-er / 60-er Jahre, als wir auf der Straße gespielt haben, als Gruppe verschiedenen Alters ( Hinkeln, Seil springen, Murmeln, Hulahoop, Roller fahren, Gummitwist, Versteckspielen, Fangen, Ballspiele, Laufspiele: “ Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser „, “ Dritten abschlagen “ etc. – endlos die Auswahl damals ).
Dann Empfang im großen Saal, liebevoll geschmückt: Wir sind willkommen !
Die Kuchentheke ellenlang, was habt ihr gebacken, für uns aufgetischt !
Als Single ist es immer zuerst fremd: soo viele Menschen, alle freundlich, zugewandt, die Frauen in wunderschönen Kleidern + Farben, Gespräche, Umarmungen, 100 Eindrücke für Augen und Ohren. Gesang, Reden wurden geschwungen, ein Sketch ist liebevoll einstudiert worden – so feiert sich eine 40-jährige Gemeinschaft: lebendig, humorvoll.
Wir haben sehr gern an der Führung von Ute teilgenommen: Fakten – früher und heute – das ist wohl der gewaltigste Unterschied. Was habt Ihr verändern können in gemeinsamer und auch individueller Kraftanstrengung !
Ute, Du hast auch über sehr persönliche Erfahrungen gesprochen ( das Wachsen an Problemen, wie notwendig Kommunikation ist, die auch in der Familie beginnt, sich bewährt, wie schwierig in der Gemeinschaft zu bewerkstelligen, die ja aus 100 Individuen besteht ).
Ich kann es so gut nachvollziehen, war Anfang der 90-er begeistert von der Findhorn Foundation, habe dort 1/2 Jahr gelebt und gearbeitet. War dann viele Male in der Lama-Foundation in New Mexico, USA, eine kleine Gemeinschaft, die sich viel austauscht mit Findhorn.
Schön, dass ich noch kurz vor Beginn des Mantrensingens hineinschlüpfen und einen wunderbaren bequemen Platz an der Wand ergattern konnte. So konnte ich entspannt genießen, lauschen, mich einstimmen, mich über Jung und Alt freuen: Etwas gemeinsam in die Welt bringen, was gut tut, das ein bisschen Frieden ausstrahlt, mit einer Stimme . . . mal ohne zu sprechen . . .
Ähnlich ging es mir bei Eurem Kreistanz zum Abschluss des Festes. Auch da: Gemeinsames Tun, mit Musik, kein Grübeln und Denken mehr. Ein Dank an Declan, der in diesem hohen Alter zwei so große Kreise in Bewegung brachte ! Schön die Idee, den Geburtstagstanz für den Lebensgarten zu zelebrieren. So haben wir mit erhobenen Händen lauter Wünsche vom blauen Himmel auf die Erde geholt.
“ Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott Euch fest in seiner Hand “ . . .
Auch den anderen Bremer/Innen hat der Nachmittag bei Euch sehr gut gefallen.
Herzliche Grüße von Antje / 31.8.25