Liebe Lebensgarten-Gemeinschaft,
ich möchte wieder in Frieden mit den hier lebenden Menschen und dem Verein kommen.
Als ich begonnen habe, an der morgendlichen Meditation in der Zendo und dem anschließenden
Teetrinken teilzunehmen, bin ich dem ausdrücklichen „Willkommen-Sein“ durch Christoph als
‚Fokushalter‘ gefolgt.
Meinem „Seelen-Heil“ tat die Zeit dort sehr gut.
Es war mir nicht bewusst, dass mein ‚Sein‘ dort, Irritationen bei anderen in der Gemeinschaft
auslösen würde.
Am 12.6. bin ich vom Vorstand über die Abstimmung der vorangegangenen MV informiert
worden, dass nicht der Fokushalter von Räumen legitimiert ist, meine Anwesenheit zu dulden,
sondern dass auch dort weiterhin ein beschlossenes ‚Hausverbot‘ Gültigkeit hat.
Diesem Votum folge ich seitdem.
Als Gründe für die Ablehnung einer Ausnahmeregelung vom ‚Hausverbot‘ wurden mir genannt,
dass es Menschen gibt, die eine Entschuldigung und eine finanzielle Wiedergutmachung von mir
wünschen.
Dem möchte ich hiermit nachkommen:
Ø Hiermit teile ich Euch mein großes und tiefes Bedauern über die Verletzungen und
Ängste, die ich durch mein Verhalten in den letzten Jahren ausgelöst habe, mit.
Besonders möchte ich mich bei Friedo, bei Dhiraja und Madhukar, bei Rike, bei
Nicole, bei Dagmar, bei Arynja und Gerold und bei Regine entschuldigen.
Mögen sich bitte auch diejenigen angesprochen fühlen, wo mir nicht bewusst ist,
dass sie sich durch mich und mein Verhalten verletzt gefühlt haben.
Ø In den Emails, die ich mit dem Vorstand ausgetauscht habe, sind Summen genannt
worden, in welcher Weise von mir ‚finanzielle Wiedergutmachung‘ erwartet wird.
Ich soll einen Schaden von rund 900 Euro verursacht haben. Selbstverständlich bin ich
bereit, den zu begleichen. (Für die Rechtsanwaltskosten, die dem Verein durch verlorene
Prozesse entstanden sind, aufzukommen, fühlt sich für mich nicht stimmig an.)
Gerne würde ich auch als Spende die Kosten für ein neu einzubauendes Fenster im
Teeraum (neben der Zendo) übernehmen.
Ich hoffe, dass meine Bereitschaft zur Entschuldigung und finanziellen ‚Wieder-Gut-Machung‘
gesehen und angenommen werden kann.
Wenn es von einzelnen noch Gesprächsbedarf gibt, können wir uns gern dazu treffen.
Somit stelle ich den Antrag, dass bei einem der nächsten MV’s über meinen Wunsch, nach
einer Ausnahme-Regelung für das Betreten der Zendo, des Teeraumes und des dortigen Flures
erneut abgestimmt wird.
Lebensgarten, 30.7.2025
Mit herzlichem Gruß Peter Waltert
11 Kommentare zu „Bedauern – Text von Peter Walter“
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Lieber Peter-Walter….. ich danke dir für deinen Mut und deine Ehrlichkeit.
Die Gemeinschaft sollte jedem, der noch Angst oder Wut empfindet, den Raum für die Frage geben:
„Was brauchst du noch, damit du dich wohl und sicher fühlst?“
Und ich lege es jedem ans Herz, denn in dieser kriegsangstwütigen Zeit geht es darum…. sich auf den Frieden unter uns zubesinnen.
Wie kannst du Frieden leben?
Mir geht es auch um Frieden.
Aber auch um Aufrichtigkeit, Klarheit und Wahrheit!
Mit einer Entschuldigung lässt sich so etwas nicht einfach aus der Welt schaffen.
Liebe Dhiraja,
wir machen alle Fehler. Peter Walter sieht seine Fehler ein und bittet aufrichtig um Entschuldigung. Was soll er denn noch machen? Was brauchst Du denn, um ihm zu verzeihen und wieder in Frieden zu kommen? Dann äußer das doch.
Ich kann Dir das hawaianische Vergebungsritual empfehlen, vielleicht hilft Dir das.
LG Chris
Obwohl ich persönlich nicht betroffen bin, möchte ich doch hier meine Meinung zu Entschuldigungen ganz allgemein äußern.
Eine Entschuldigung, die eingefordert wurde, verliert enorm an Gewicht. Reue und Wille zur Umkehr sollte immer der eigene Impuls sein.
Eine Entschuldigung durch Worte hat nur dann Bedeutung, wenn auch Taten folgen bzw. der Wille, in Zukunft das Geschehene oder Ähnliches zu unterlassen, überzeugend transportiert wird. Hierfür muss Vertrauen durch Taten aufgebaut werden..
Manchmal ist eine Wiedergutmachung vonnöten, d. h. eine Handlung aus eigenem Impuls, die Reue und den Willen, das Verhältnis zu verbessern, erkennen lässt.
Schlussendlich:
Man kann sich nicht entschuldigen. Man kann nur darum bitten.
In der Hoffnung auf Verständnis füreinander
Ich kann euch beide gut hören. Es geht auch nicht darum, „einfach“ um eines „Schein“-Friedens klein bei zu geben….
Die Frage ist auch an dich, Peter -Walter: Wenn du Frieden willst, aber Bedingungen verhandelst….bist du dann wirklich an Frieden interessiert??
Auch wenn es sich gerade aussichtslos anfühlt, ist es für mich auch wie ein Spiegel des Außens.
Und etwas in mir wünscht sich ganz tief, einen inneren und äußeren Frieden. 🙏
Wir haben hier ein momentan ein Problem zwischen Mann und Frau.
Als Mann kann ich vielleicht nicht die Bedürfnisse einer Frau so nachvollziehen, wie es Frau braucht.
Aber als Mann kann ich mit Verbindlichkeiten arbeiten.
Vielleicht hilft eine schriftliche Vereinbarung nach dem Motto: wenn ich noch einmal dies oder das mache, verpflichte ich mich zu dies und jenem. Und zwar mit Brief und Siegel. Mündliche Vereinbarungen zählen nicht.
Vielleicht wäre da Mann und Frau geholfen?
Meine Meinung als Mann dazu, denn als Mann frage ich mich dann schon, was ich noch mehr machen soll als mich zu entschuldigen.
Sonnige Grüße,
Steff
Übersetzt „für Mann“ hieße das für mich z.B. :
Begleichen der finanziellen Forderungen für Wiedergutmachung OHNE wenn und aber.
Genau
Das Übernehmen einer vollständigen Verantwortung für Taten beinhaltet auch die Übernahme SÄMTLICHER Kosten, die entstanden sind.
Die Rechtsanwaltkosten gehören unbedingt dazu, oder sollen diese tatsächlich von uns als Mitgliedern bezahlt werden?
Es sind 100te von Stunden ehrenamtlich geleistet worden, um sich mit „dem Fall“ zu beschäftigen und Mittel und Wege zu finden, zu schützen, sich auseinanderzusetzen, auf Briefe zu reagieren, die von Peter Walter geschrieben wurden.
Das ist nun mal so.
Doch die Rechtsanwaltskosten auf die Mitglieder bzw. den Verein abzuwälzen ist für mich ein schlechter Witz und nicht die Übernahme der Verantwortung.
Ein Fenster in der Zendo zu spenden ist eine nette Geste, aber unabhängig zu sehen von dem Abgleichen der Kosten.
Erst wenn P.W. die komplette Verantwortung wirklich übernimmt und auch ALLE entstandenen Kosten übernommen hat, kann ich über eine unterschriebene Vereinbarung nachdenken.
Alles andere ist für mich ein schräges Spiel und bringt tatsächlich sofort wieder viel Unbehagen und Mißtrauen mit auf den Weg.
Ja liebe Arinya, die Übernahme der Kosten sind für mich selbstverständlich. Ehrenschulden quasi.
Mir geht es zwar auch, aber nicht nur, um finanzielle Aufrichtigkeit, sprich Bezahlung der gesamten verursachten Schäden an der Gemeinschaft.
Peter Walter hat seine Taten bis jetzt nicht einmal eingeräumt – ja sogar persönlich und vor Gericht vehement bestritten!
Wofür entschuldigt er sich eigentlich, wenn er doch aus seiner Sicht gar nichts begangen hat???
Ein Mensch, der sich wiederholt und über Jahre nicht im Griff hat – die Gemeinschaft und einzelne Personen wiederholt auf Schlimmste emotional und mit Taten angegriffen, und sich nicht dazu bekannt hat, ist für mich jemand, der krank ist und etwas ganz anderes braucht, als das Umfeld der Lebensgartengemeinschaft.
Ich habe nicht mehr die Kraft und Bereitschaft, einem einzigen Brief (siehe oben) in dem er um Entschuldigung bittet, Folge zu leisten!
Für mich kann nur noch die Folge sein, Peter Walter zu bitten, diesen Platz endgültig zu verlassen!!
Für mich gilt nach wie vor die klare Regelung, Opferschutz vor Täterschutz zu stellen!!
Ich bin auch nicht mehr gewillt, mit Peter Walter ins Gespräch zu gehen, da ich nicht sehe, dass ein Frieden Bestand haben könnte!!