Protokoll des Dorfplenums vom 22.11.2023 Beginn 20.15 Uhr
Moderation Lara und Jan
Anwesend ware 19 Personen
Zu Beginn kurzes Abfragen wie sich die Anwesenden Teilnehmer fühlen,
darauf stellte Arinya ihr eingebrachtes Thema vor:
Aus der Vergangenheit lernen! Was bedeutet das für mich, für dich, für uns generell im Hier und Jetzt in unserer Lebensgemeinschaft.
Arinya ist durch ihre mittlerweile 10-jährige Mitgliedschaft aufgefallen, dass viele Entscheidungen und Beschlüsse der Mitgliederversammlung nicht oder nicht richtig umgesetzt werden. Was sind die Gründe dafür und wie kann man das ändern? Wie geht es den Menschen im LG damit?
Als ein Grund wurde vom Sozialteam die Vergesslichkeit der Mitglieder in den Raum gestellt.
Es folgt eine Befragung der Anwesenden des DP zu diesem Thema
1 Person: Es gibt zu viele negative Themen und zu wenig positive Themen. Dies setzt eher einen Verdrängungsprozeß in Gang.
2 Person stimmt im Grundsatz der Auffassung von Arinja zu, man solle aber das Vertrauen in die anwesenden MV Mitglieder und auch die nichtanwesenden Mitglieder nicht verlieren.
3 Person will auch die nichtanwesenden Mitglieder hören. Es gibt 170 Mitglieder, aber nur 30-40 Mitglieder sind auf den MV`s. In einer Basisgütergemeinschaft müssen alle mitentscheiden.
4 Person meint auf einer MV ist man in einer anderen Welt, die weniger mit mir als Einzelperson zu tun hat.
5 Person fehlen Beispiele für die nicht umgesetzten Beschlüsse.
6 Person sieht zunächst auf sich. Im Laufe der Zeit hat er sich entwickelt und erfreut sich auch an den kleinen Schritten. Die Sichtweise ist entscheidend.
7 Person stimmt der Auffassung von A. zu, aber anders als A., ist Sie der Auffassung, das Alle im Laufe der Jahre etwas gelernt haben.
8 Person findet auch keine Beispiele, kann aber der Empfindung von A. zustimmen. Auf MV’s ist nur ein geringer Teil der Mitglieder anwesend. Jeder macht was er will. Es menschelt halt.
9 Person findet, dass 30-40 MV Mitglieder im Vergleich zur Außenwelt, ein recht guter Wert ist und man damit recht zufrieden sein kann.
10 Person findet, dass ohne Treffen sich die Probleme nicht lösen lassen. Der Austausch ist wichtig. Er hat im Laufe der Zeit viel gelernt.
11 Person sieht viel Positives. Der Verein ist aber insgesamt zu groß, damit es für alle verständlich bleibt.
12 Person findet, der LG Vorstand sollte mehr Ermächtigungen erhalten und dass der LG keine einheitliche Ausrichtung hat.
13 Person findet es für sich schwierig die großen Räume zu halten. Er muss deswegen sehr an sich arbeiten.
14 Person meint die spirituelle Ausrichtung wäre eine mögliche Lösungsidee
15 Person meint, warum müssen überhaupt so viele Beschlüsse gefasst werden? Wo braucht es Beschlüsse und wo nicht?
16 Person malt Bilder um Freude auszustrahlen. Er macht Spaziergänge um fit zu bleiben
Bis 21.20 Uhr findet in 4er Gruppen ein Austausch statt. Jede Person hat 3 Minuten Freisprechzeit um sich zur Fragestellung, „Wie geht es dir mit den MV Beschlüssen und wo fühlst du Verantwortung? zu äußern.
Darauf stellen die Gruppen ihre Besprechungsergebnisse kurz vor.
1 Gruppe meint, dass man aus positiven Dingen der Vergangenheit lernt und fragt sich welche Vorbilder uns inspirieren können.
2 Gruppe fragt sich warum erst selbst die Erfahrungen gemacht werden müssen. Man handelt erst wenn man selbst betroffen ist.
3 Gruppe ist der Meinung, dass der LG mehr Dorf als Gemeinschaft ist. Als positiv werden die vielen kleinen Gruppen empfunden. Bei wichtigen Themen sind viele Menschen da und es werden Beschlüsse gefasst. Wenn mehr Vielfalt und Toleranz gelebt werden würde, bräuchte es weniger Beschlüsse.
4 Gruppe meint, wenn die gemeinsame Ausrichtung fehlt, dann sollte die MV auch keine Konsequenzen für einzelne Mitglieder beschließen dürfen.
Um 9.30 Uhr beginnt die Abschlussrunde in der jeder Teilnehmer den Anwesenden mitteilt, wie es ihm gerade geht. Von ihm ist jetzt wohler als vorher, inspiriert, in Verbindung sein, sportlich, ach ja, erleichtert, angeregt, bis auf, keine Ahnung, irritiert, Grummeln im Bauch, überfordert, unbefriedigt und Leid tun, ist alles dabei.
Als nächstes Thema wird vorgeschlagen: Warum scheuen wir uns persönlich zu werden?
Ende 9.45 Uhr