Aktuell haben sich in meiner ergotherapeutischen Praxis einige Menschen angesammelt, die unter dementiellen Veränderungen leiden.
Um dem betätigungsorientiert zu begegnen, haben sie Lieblingsthemen, die ich mit meinen tollen Kolleginnen aktivieren möchte. Eine dieser vielfältigen Themen betrifft das Traktor fahren. Um so authentisch wie möglich zu sein, haben wir uns folgendes überlegt:
Stefan und ich werden eine Traktorflotte unmittelbar vor der Praxis installieren. Wir bevorzugen den großen Parkplatz vor Giesekings Haus. Es handelt sich aktuell um 2 Traktoren mit Erweiterung auf 5, die nächsten 2 Monate. Hinzu kommen 3 Anhänger (Zweiseitenkipper, Miststreuer und Mähdrescher).
Da dies in Zukunft als „ökologisches Traktorsharing“ vergrößert wird, möchten wir Euch dies Heute als Information mitteilen. Die Traktoren haben bereits ihren ökologischen Fußabdruck abgegolten. Für die Holzkonstruktion, die auf dem Parkplatz in Eigenregie aufgestellt wird, werden wir ca. 70 Kiefern aus den umliegenden Wäldern nehmen – Gutes Regionales kann so nah sein! Wir haben glücklicherweise ein Lohnunternehmen gefunden, welches die Fällarbeiten gegen eine Holzspende übernimmt.
Wir sind uns noch nicht einig, wie die Überdachung geregelt werden soll. Dank dem guten Kontakt zu Heiner Lüpkemann, ist uns eine Quelle aufgetan worden, die uns kostenfrei 300 gut erhaltende Eternitplatten zur Verfügung stellen will. Diese werden Mitte März geliefert und auf der Seite (wenn ihr vor dem Parkplatz steht – links) solange gelagert.
Langfristig sehen wir unsere Traktorflotte mit Anängern in ca. 1,5 Jahren beim ehemaligen Waldkindergarten als idealen Platz.
Wir möchten Euch als Anwohner bitten bis Mitte März den großen Parkplatz frei zu machen.
Ähm… der erste April ist doch noch ein bisschen hin?
Reicht denn nicht ein Traktor?
Könnt ihr einfach so über die Nutzung des großen Parkplatzes befinden?
Ernsthaft, für mich klingt das nach Satire oder einem Aprilscherz…
Jetzt bin ich aber platt…..
Ich kann mir nicht vorstellen, so einen Fuhrpark anzuschaffen, um mit ein paar Patienten eine schöne 1/2 Stunde zu verbringen. Außerdem wissen diese Menschen auch oft nicht mehr adäquat so eine Maschine zu bedienen.
Für mich klingt das eher nach einer Schnapsidee.
Außerdem solltet I
hr erst einmal mit der Caya- Academie darüber reden.
Und durch so schweres Gerät werden die Wege reichlich ramponiert.
Ich verstehe Euer Anliegen wirklich nicht, denn Ihr habt doch die ganzen Hütten am Borsteler Weg. Dort gibt´s doch bestimmt bessere Abstellmöglichkeiten.
Ich möchte jedenfalls im Lebensgarten keinen Landmaschinenfuhrpark haben.
Ich hab es zwar so verstanden, dass die Klienten nicht wirklich fahren sollen, sondern eben auf dem stehenden Traktor sitzen können… sonst wäre da ja doch wieder ein stinkender Diesel-Ökofußabdruck…
Dennoch! Der Parkplatz ist sicher nicht verzichtbar, sobald wir wieder Gäste haben werden!
Ist ganz bestimmt Satire und ich grinse auch!
Liebe Frauke, wenn jeder mal schaut, wieviel ungenutzen Raum er in seinem Garten hat, wäre das Parkplatzprobelm schnell gelöst. Gerade die Gärten am Magrit-Kennedy-Weg bieten noch einiges Potential, da sie groß genug sind, einen eigenen Stellplatz zu errichten. Auch die Vorgärten im Rosenanger bieten genug Raum. Da müssen wir schon mal lösungsorientiert vorgehen, anstelle unser Projekt erstmal mit der Parkplatznot totreden zu wollen.
Liebe Dhiraja, da die großen Fahrzeuge der Müllabfuhr und Elkershausen sowie diverse andere Großfahrzeuge den Wegen hier keine Schäden zuführen, werden das unsere kleinen 15PS Schlepper wohl auch nicht tun. Uns ist wichtig, daß die Menschen aus der Ergopraxis nicht so lange Wege haben. Deshalb ist ein Standort an den Holzhütten nicht sinnvoll.
Absolut großartige Idee!
Ich kann Euch gar nicht genug danken für Euren unermüdlichen und selbstlosen Einsatz, unseren Lebensgarten zu einem schöneren Ort und einem Leuchtturm von Sinnhaftigkeit zu machen!
Meine ewige Wertschätzung ist Euch sicher!
Liebe Cynthia, ich hoffe, du meinst deinen Kommentar ernst. Ich freue mich, wenn Lebensgärtner das Potenzial in diesem Projekt sehen und nicht gleich wieder zu Bedenkenträgern mutieren.
Lieber Stefan, wer mich näher kennt weiß, dass es nichts gibt, was ich nicht ernst meinte.
@Sonja: Ich hätte da noch eine Sangesfreundin aus alten Zeiten, die speziell für Demente Volkslieder eingesungen hat. Diese können käuflich erworben werden. PN an mich, dann stelle ich den Kontakt her.
Meinst du das ernst,Cynthia?
Ironie kann ich nicht mit nur Buchstaben identifizieren. Du mochtest mal gar keine Bobbicars am Kennedyweg haben ….
Es ist zwar noch kein 1.April , aber das wäre wirklich ein echter Aprilscherz, einen ganzen Traktorpark hier auf Gemeinschaftsgelände zu priorisieren.
Wo parken dann die Anlieger ihre Autos?Vielleicht auf dem großen Dorfplatz?
🤣🙃🙃🙃🤪🤓
Und ich finde die optische Bereicherung zu dem bezaubernden weißen E-Fahrradzelt einfach geschmacklich genial. Wir haben doch bestimmt auch alle unsere Freude an dem großen Zelt, wo dann die Patienten darauf warten können, endlich auf den Traktor-Parcour durch den Lebensgarten geschickt zu werden.
Liebe Petra, deine Ironie verletzt mich. Wir haben ja nicht vor ein weißes Zelt aufzubauen, sondern sind um eine nachhaltige, dem Lebensgarten entsprechende, Lösung bemüht.
Ich war heute Morgen schon in der Kapelle, um für euer Projekt zu beten.
Om mani peme traktor
Liebe Sylke, ich dachte die Kapelle ist wegen Corona geschlossen. Ich bitte dich, das einzuhalten, anstelle unser Projekt ins lächerliche zu ziehen!
Nein, Stefan… das ist sie nicht. Die Kapelle ist offen und coronaauflagenkonform mit maximal 2 Personen für stille Andachten geöffnet.
Mist, ich fühle mich ertappt. Ich werde einen kleinen Traktor auf meinen persönlichen Altar stellen und wie kommst du darauf, ich zöge euer Projekt ins Lächerliche. Du weißt sehr wohl, dass ich eine durchaus ernste Person bin.
Liebe Sonja, als ich gestern Abend aus meinem Wochenende zurück kam, bekam ich einen irritierten Anruf und heute morgen gleich noch einen, was es denn mit deiner/eurer Ankündigung auf sich habe. Als deine Kollegin möchte ich hier erstmal klar stellen, dass ich von dieser Idee nichts weiß und sie mit mir auch in keiner Weise besprochen wurde, ich habe sie mir erst gerade eben zu Gemüte geführt und könnte sie auch für einen Scherz gehalten haben, wenn nicht inzwischen soviele Kommentare hin und her gegangen wären. Ich vertraue darauf, dass wir das im Team aufklären können und bitte darum. Vor Allem müssten derartige Vorhaben ja vorerst mit dem Vorstand, der Gemeinschaft und jetzt auch den Moinis besprochen werden…
Ob das Thema wichtig oder nicht ist, darf jeder für sich selber entscheiden, lieber Joachim. Du bist ja nicht dazu verpflichtet, mit zu diskutieren und hast die Möglichkeit zum Ledi-Dilemma einen eigenen Artikel zu verfassen. Dann bleibt alles schön sortiert.
Liebe Sonja, lieber Stephan, ich finde eure Idee total gut, Das wird manches Männer- und Kinderherz erfreuen!!
Doch an den Standortüberlegungen müßt ihr noch nach arbeiten. Der Parkplatz zwischen unserem und eurem Haus gehört der Stiftung . Ob und wie es möglich sein kann, diesen für euer Projekt übergangsweise zu nutzen ist auf jeden Fall mit dem Bauamt und den weiteren Entwicklungen der Akademie, der Stiftung und dem Verein zu klären. Denn jede Baumaßnahme ist heutzutage verpflichtet Stellplätze nachzuweisen. Die sind bisher nach meiner Erinnerung nur teilweise individuell eingetragen.
Könnte es sein, daß sich da ein Stefan und eine Sonja geärgert
haben über ein Kunststoffzelt mit E-Bikes neben ihrem Garten??
Die Parallelen zu den Eternitplatten und den Traktoren drängen sich mir jedenfalls auf…
Eine gelungene Aktion, um Frust zu kanalisieren.
Gruß!
Liebe Heidemarie, interessant, daß du die erste Person bist, der die Eternitplatten aufgefallen sind. Da hat sich in unserem Ökodorf noch keiner drüber beschwert.
Eternit gibt es ja immer noch. Ganz ohne Asbest heutzutage…
Aber nicht gebraucht vom Bauern. Von den 70 Kiefern ganz zu schweigen.
Das ist ja wirklich eine amüsante Runde. Danke Euch Allen von Herzen für Euer miterleben und mitdenken. Und ja, Heidemarie, da sind wir wohl aufgeflogen. Am Sonntag Vormittag kommen einem manchmal lustige Ideen. Nun darf sich jeder selber an die eigene Nase fassen und damit machen, was er oder sie auch immer damit tun mag. Auf jeden Fall, habe ich mir den Mut bewiesen, einfach mal Hier was zu installieren, BEVOR die Eternit Platten angeliefert wurden.
Wäre schön, wenn es in Zukunft nicht einfach irgendwelche Zelte auf dem Parkplatz geben wird, die in der Regel die Zustimmung der Stiftung oder aber auch der Gemeinschaft, oder, oder ….benötigen, um dann eben auch von dieser gemeinsam getragen werden. Denn dafür sind wir doch hier, oder?
Und jetzt schöne Träume…..Herzlicht von Sonja
Was eigenmächtiges Handeln im Gemeinschaftsraum betrifft, erinnere ich mich an eine Übernacht-Aktion mit Errichtung einer großen, zünftigen öffentlichen Feuerstelle in der Mitte des Hains unter vertrocknenden Birken (mit Bereitlegung von Feuerholz für jedermann!), die meiner Erinnerung nach weder mit der Gemeinschaft, den Besitzern noch mit den Anwohnern abgesprochen war. Und das in Zeiten maximal erhöhter Trockenheit und Brandgefahr.
Wer im Glashaus sitzt…
Ok, neue Diskussion. Dann muss 1. jede Schwitzhütte angezweifelt werden, da der Wald tendenziell immer zu trocken ist und deren Feuerstelle deutlich näher am Wald ist und 2. haben wir an dem Tag vertrocknete Birken gefällt, die ein Sicherheitsrisiko für Gäste und LGs dargestellt haben OHNE daß die Besitzer oder die Gemeinschaft sich darum gekümmert hat. Da ist eher Mäuseköttel anspitzen in anderen Bereichen wichtiger.
Ich bin allerdings auch für Kritik offen und höre deinen Frust über die Feuerstelle und es tut mir leid, daß du da ein unausgesprochenes Thema hattest, was jetzt herausbricht.
Die Feuerstelle war allerdings vorher schon vorhanden und wir haben mit den Resten der abgestorbenen Bäume diese umrandet und das ohne die Gemeinschaft oder die Besitzer (in diesem Falle die Stiftung) zu fragen. Asche auf das Haupt der Beteiligten.
Mich verärgert deine Aussage, denn ich glaube wir sind alle nicht ohne Fehler, wenn ich die Feuerstellenaktion mal als einen solchen ansehen würde.
Verärgert bin ich deshalb, weil der Mittel den Zweck heiligt. Ich gebe hier mal eine Zusammenfassung der Reaktionen zum Traktorplatz, welche öffentlich und privat zu mir gekommen sind:
„Könnt ihr einfach so über die Nutzung des großen Parkplatzes befinden?“
„Ich möchte jedenfalls im Lebensgarten keinen Landmaschinenfuhrpark haben“
„Dennoch! Der Parkplatz ist sicher nicht verzichtbar, sobald wir wieder Gäste haben werden!“
„Vor Allem müssten derartige Vorhaben ja vorerst mit dem Vorstand, der Gemeinschaft und jetzt auch den Moinis besprochen werden…“
„Ob und wie es möglich sein kann, diesen für euer Projekt übergangsweise zu nutzen ist auf jeden Fall mit dem Bauamt und den weiteren Entwicklungen der Akademie, der Stiftung und dem Verein zu klären.“
„…die den sowieso schon raren
Parkplatz versperren, sind m.E. auch optisch nicht zu vertreten. Habt
Ihr das mit den Anwohnern, der Akademy und vor allem auch mit der
Stiftung besprochen?“
„Wie ich nun gerade von Kalle (Name geändert) gehört habe, gehört auf diesem Areal auch
ein Parkplatz zu ihrem Haus. Auch solche Dinge müssen bedacht werden.“
Und da frage ich in die Runde, wann wo und bei wem das Thema mit dem e-Bike Zelt besprochen wurde und gebe zu bedenken, daß dies nicht so in den Fokus gerückt ist, weil es an sich ja eine gute Sache darstellt. Hier frage ich mich, mit welchem Maß gemessen wird. Eine Parallele sehe ich z.B. auf MV`s. Hier gibt es Menschen, die einfach, ohne das Wort zu haben, ihre Einwände einwerfen können ohne sich gemeldet zu haben, während andere, die vielleicht nicht so beliebt sind, sofort in ihre Schranken gewiesen werden, wenn sie den Mund aufmachen um ihre Meinung zu sagen. Augenrollen inklusive. Wer ein Beispiel wünscht darf mich kontaktieren.
Zusammengefasst hat der Umgang mit diesem Thema für mich nichts mit einer Gemeinschaft zu tun und das führt dazu, daß ich mich in derselben hierbei nicht wohl fühle und ich sie auch nicht mehr vollumfänglich ernst nehmen kann und genau so stellt sich auch das Bild im Ort gegenüber dem LG dar.
Das ist jetzt meine Sicht. Am Ende des „Kanals“ wie Heidemarie meint, herausgebrochen und das möchte ich als Lebensgärtner mit der gleichen Ernsthaftigkeit gesehen wissen, wie jedes andere Thema, welches diskutiert wird, Grenzüberschreitungen gibt es hier andauernd.
Ende der Durchsage.
Zum Schwitzhüttenthema und Feuer kann ich nur sagen, dass die Verantwortlichen bisher sehr bedacht damit umgegangen sind (es wurde sogar ein Funkenschutz angeschafft) und die Feuer, wenn überhaupt, nur kontrolliert ablaufen.
Was im Fall der neuen, „öffentlichen“ Feuerstelle nicht der Fall ist, da jeder, der gerade Lust hat, sich da hin begibt. Auch Nichtlebensgärtner.
Das ist ein großer Unterschied.
Ist aber dennoch ein anderes Thema. Ich werde die Feuerstelle beim nächsten Einsatz entfernen und die Liebe Seele hat Ruh.
Und was ist jetzt mit dem eigentlichen Thema? Funkstille? Wahrscheinlich. Genau wie andere Themen. Still aussitzen funktioniert scheinbar gut.
Tut mir leid, aber ich habe so dermaßen die Pappe auf vor lauter Empathie und Rücksicht.
Ja, ich möchte nun auch wissen, ob die Mobility-Sharing Gruppe die E-Bike-Aktion mit irgendwem absprach.
Davon war ich irgendwie wie selbstverständlich ausgegangen.
Wäre aber nun gut, dazu ein Statement zu hören.
(Hm, warum kann man hier eigentlich nicht ein Mitglied des Infogartens mit @+Namen ansprechen und derjenige kriegt ne Nachricht darüber? Ist eben keine Forums-Software, deshalb gehts wohl nicht…)
Piep, piep, wir ha`m uns alle lieb
jeder isst so viel er kann,
nur nicht seinen Nebenmann,
und wir nehmen´s ganz genau,
auch nicht seine Nebenfrau,
Piep, pieb, piep…
Antworten zum ‚Zelt‘ hier:
https://intern.lebensgarten.df-kunde.de/2021/03/01/weisses-zelt-gestaltung-der-oeffentlichen-raeume-des-lebensgartens/#comment-6937