Liebe Lebensgärtnerinnen, liebe Lebensgärtner,
am Di., 26.5. fand die Coaching-Abschluss- Veranstaltung unter der Leitung von Birgit Tali Menne statt. Kai-Uwe und ich haben den Prozess intern begleitet und organisiert, wobei Kai-Uwe sich mit der schier unendlichen Papierflut auseinandergesetzt hat. Den Rest werden wir jetzt noch gemeinsam hinkriegen…
Zur Erinnerung: Die Kosten des Coaching werden zu 8000,00 Euro von der Organisation Unternehmenswert Mensch (UWM; ein Teilbereich des Bundesarbeitsministeriums) übernommen; 2000,00 Euro müssen wir selbst finanzieren. Es ging im Coaching darum, den SB auf wirtschaftlich eigenständige Füsse zu stellen und Menschen zu finden, die den Berieb kompetent leiten können und möchten.
Andieser Stelle ein großes Dankeschön an die vielen Menschen, die an diesem Prozess konstruktiv beteiligt gewesen sind! (VertreterInnen aus folgenden Teams: Vorstandsteam, Büroteam, Personalteam, Finanzteam, Operative Koordination, Strategische Koordination, Zukunftsprojekt; teilweise Küche, und ein Dank geht natürlich an Birgit, die den Prozess kompetent und mit klarer Leitung auf Augenhöhe gesteuert hat!)
Ich lasse euch hier meine Zusammenfassung des letzten Prozesstages zukommen, damit die Gemeinschaft zumindest einen Eindruck vom Stand der Dinge bekommt und sich eine neue Tür öffnen kann, was die Zukunft des SB betrifft.
Bericht des Abschluss-Coaching vom Di., 26.05.2020
1. Zusammenfassende Gedanken zum Thema „Zukünftige Leitung des SB“??
Das Vakuum einer Betriebsleitung wurde in mehrfacher Hinsicht von unterschiedlichen TN zum Ausdruck gebracht.
Nachdem in dem vor ca. 5 Jahren stattgefundenen Teambildungsprozess eine SB-Leitung abgelehnt wurde, stellt sich die Situation heute anders dar.
Das ehemalige Leitungsteam hat sich Ende 2018 aufgelöst; Christian ist übrig geblieben und fühlte sich sehr überfordert. Das Personalteam hat dann weitgehend in Verbindung mit der operativen Koordination die Leitung des SB übernommen, was für alle Beteiligten sehr anstrengend gewesen ist.
Die Akquise und das strategische Denken, Planen und Handeln sind zu kurz gekommen.
Miriam hat dann mit großem Engagement den Bereich Akquise ins Rollen gebracht. Hier ist es wichtig, dass die Akquise auch mit einem konkreten Gesicht, sprich einer Person, in Verbindung gebracht wird.
Menschen, die die Akquise übernehmen sind jedoch nicht für die Leitung des Betriebs zuständig. Das wäre eine Überforderung.
Es wird in dieser Sitzung vielfältig zum Ausdruck gebracht, dass eine SB-Leitung erwünscht ist:
• ggf. eine Doppelspitze,
• auch eine LT von außen ist vorstellbar
Wir können uns eine LT vorstellen,
• die das Prinzip der ‚gelebten Soziokratie’ vertritt
• die sowohl entspannt und menschlich zugewandt ist
• als auch mit Kompetenzen und Entscheidungsfreiheiten ausgestattet ist.
Dies scheint dem neuen Kulturwandel von Leitung zu entsprechen.
Bisher befindet sich der LG immer noch in einer ‚basisdemokratischen Blase’, die es schwer macht, Entwicklungen zielgerichtet und zügig voranzubringen.
Es scheint jedoch so, dass sich die Gemeinschaft dahin entwickelt, eine LT auf Augenhöhe willkommen zu heißen; zumal es eine LT im obigen Sinne dann hoffentlich vermag, das Potential an diesem Ort auszuschöpfen.
Dazu bedarf es einer Entscheidung für eine bewusste, keine verdeckte Leitung wie zur Zeit.
2. Zukunft des SB – was muss getan werden?
Da sich aus unseren Reihen keine Personen für die Leitung des SB gefunden haben, schließen wir eine LT von außen nicht mehr aus.
Die Gruppe der ABROS hat ihre Konzepte vorgestellt, die nun – wenn es uns an der Zusammenarbeit mit dieser Gruppe ernst ist – im Einzelnen besprochen und vor allen Dingen mit dem Wissen und den Ergebnissen des Zukunftsprojekt abgeglichen werden müssen.
Die dort gelieferten Daten sind aufschlussreich und wegweisend.
Es soll sich also eine von Joos und Cynthia initiierte Gruppe finden, die diesen Prozess der Übergabe des SB/Leitung des SB unterstützend und verhandelnd begleitet.
Auch hier wird der Wunsch geäußert, dass die MV dieser Gruppe ein klares erweitertes Handlungsmandat erteilt.
Bis zum Herbst sollte dieser Prozess der Übergabe abgeschlossen sein.
3. Gegenwärtige Corona-Situation
Es hat bisher kein Krisenmanagement stattgefunden, was wiederum das Fehlen einer SB-Leitung verdeutlicht. Der Verein wird zu den auflaufenden finanziellen Verlusten Stellung beziehen müssen.
Die operative Koordination hat sich mehrheitlich zur Schließung des SB bis Ende Juli 20 entschlossen.
Ein schwieriges Thema, mit dem sich auch der Vorstand beschäftigen sollte.
Danke liebe Dagmar, für Deinen gut verständlichen und umfassenden Bericht
„Christian ist übrig geblieben und fühlte sich sehr überfordert.“ Dieser Formulierung kann ich so nicht zustimmen. Überfordernd war nicht die Tätigkeit, sondern die sehr speziellen Rahmenbedingungen zu jener Zeit, die es unmöglich machten, die Aufgabe angemessen auszufüllen.
Wenn ich schaue, was in meiner Amtszeit auf den Weg gebracht wurde, finde ich, dass die Bilanz sich sehen lassen kann. Ich hätte mir einfach mehr Unterstützung und weniger Gegenwind bei der Neustrukturierung gewünscht!