Joos hat in der MV vom 4.12.2019 das SB-Zukunftsprojekt vorgestellt. Aus dem Coaching-Prozess ist diese Notwendigkeit ersichtlich geworden und einige Menschen haben sich zusammen mit Joos an die Arbeit gemacht. Vielen lieben Dank dafür. Hier der vollständige Name: „SB-Zukunftsprojekt“ – Herstellung von Rahmenbedingungen für eine gesunde Zukunftsstruktur und wirtschaftliche Selbständigkeit des Seminarbetriebes
Es fehlt noch eine Gruppe von Menschen, die sich um die Ziele und Werte, die im SB verfolgt werden, kümmert. Also ein „SB-Zukunftsprojekt B“ – Entwicklung von engagierter Teamarbeit für Ziele und Werte des Seminarbetriebes.
Auf der MV am 4.12.2019 betonte Joos, dass das Projekt an dem er mitwirken will, nur die Herstellung von Rahmenbedingungen für eine gesunde Struktur und wirtschaftliche Selbständigkeit des SB zum Ziel hat. Der Bereich Ziele und Werte wird von ihm ausdrücklich ausgeklammert, da er sich nicht mit Inhalten beschäftigen möchte, sondern die Inhalte, wie Ziele und Werte von anderen bearbeitet werden müssten.
Mir sind die Ziele und Werte ausserordentlich wichtig. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie ein Seminarbetrieb wachsen und gedeihen kann, wenn seine Prioritäten nicht klar formuliert sind.
Ein Wert, den alle im Seminarbetrieb verfolgen, ist die Kundenorientierung und damit Wertschätzung der Kund*innen. Jedoch höre ich immer mehr Beschwerden von Kursteilnehmenden. Wie kann das sein? Ich spüre immer mehr Stress und Entmutigung bei denjenigen, die im Seminarbetrieb arbeiten. Wie können wir das ändern?Es braucht meiner Ansicht nach zwei Menschen oder drei, die für übergeordnete Ziele sich Zeit nehmen und sie formulieren, sich austauschen und darüber reden.
Beispiel: Welchen Stellenwert haben die Kund*innen für unseren Betrieb? An welcher Stelle stehen sie? Was sind unsere Prioritäten?
- Mangel verwalten, Stress in Kauf nehmen?
- Fülle zulassen? Freundlichkeit, HIlfsbereitschaft, Ideenreichtum, Freundschaft untereinander zulassen?
- Den Stellhebel von Mangel hin zu den unbegrenzten Möglichkeiten lenken?
Ich sehe jetzt einen akuten Bedarf damit wir im Neuen Jahr mit neuem Geist, frischer Energie und Freude starten können.
Wer möchte mit mir an den Zielen und Werten des Seminarbetriebs arbeiten?
Entwurf eines Aktionsplanes:
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- Eine Gruppe von 3 bis 8 Menschen setzt sich zusammen möglichst noch in diesem Jahr
- Sie erarbeitet einen Plan für das weitere Vorgehen (später als Mandat formuliert)
- Sie macht sich die Prinzipien des Lean Management (oder eines anderen bewährten Managementsystems) zunutze und wandelt sie für den SB um.
Lean Management basiert auf drei einfachen Ideen:
1. Biete Werte an aus der Perspektive des Kunden, sprich der Seminargäste, der Seminarleiter*innen
2. Lass alles weg, das keinen Wert für die Kunden hat oder den Fluss der Werte behindert
3. Verbessere dich kontinuierlich (nutze Feedback)
Prinzipien des Lean Management
- Formuliere, was für die Kunden sprich Seminarteilnehmende und Seminarleiter*innen wertvoll ist
- Identifiziere alle Schritte, die zu den Werten führen, zeichne einen Wertestrom. Eliminiere Überflüssiges.
- Formuliere die Schritte, die einen sanften Fluß hin zum Kunden/ zur Kundin führen
- Entwickle Anziehungskraft
- Verbessere den Plan
Soweit meine Gedanken aus meiner Betroffenheit und Liebe für die Menschen, die im Seminarbetrieb arbeiten und ihr Bestes jahrein jahraus geben. Herzlichst, Katharina Sai
Schreib mir eine Mail oder gib einen Kommentar, vielen Dank
Liebe Katharina,
ich verstehe und teile deine Einschätzung, dass es gut und wichtig ist, ein „Leitbild“ für den Bildungsbetrieb zu formulieren.
Dieses gab es eigentlich immer schon, aber nicht niedergelegt und insofern nicht verbindlich.
Teilweise sehe ich es im Moment ebenfalls gefährdet durch die starke Konzentration auf Wirtschaftlichkeit, Arbeitszeiteinsparung, Effektivität.
Ganz sicher ist dies ein Feld, das dringend bearbeitet und im Blick behalten werden muss.
Und – liebe Katharina – als eine der Kundinnen des Bildungsbetriebs hast du hier eventuell einen etwas anderen Blickwinkel dazu als die sich gerade entwickelnde Leitungs-/Perspektiv-/Strategie-/Managementgruppe haben wird.
Wenn du jetzt Menschen suchst, die mit dir an einem Werteprofil des Betriebes arbeiten, bahnt sich in meinen Augen eine der Verquickungen an, die typisch und symptomatisch seit Jahrzehnten für den Lebensgarten sind.
Mein persönlicher Vorschlag wäre hier, dass du deine Ideen und deine Anforderungen als Kundin formulierst und an den Betrieb gibst.
So erscheint mir persönlich von der Konstellation her am saubersten.
Denn der Bildungsbetrieb soll ja nach dem Willen der Mehrheit der Mitglieder und des Vorstandes der Gemeinschaft unabhängig von dieser agieren, zwar als Zweckbetrieb und insofern auf der Basis des Selbstverständnisses der Gemeinschaft, aber nicht (mehr) von der Gemeinschaft abhängig noch auch jederzeit ungefragt gegängelt.
Ich habe lange an diesem Kommentar rumgegrübelt und -gefühlt, aber so möchte ich es nun übermitteln.
Herzliche Grüße von
Frauke
Was bin ich froh, nicht mehr diesen energiefressenden Strukturen ausgesetzt zu sein. Da soll neben dem SB-Zukunftsprojekt-Team, dem operativen Team und dem strategischen Koordinationsteam am besten noch ein SB-Zukunftsprojekt-B-Team entstehen. Das alles wohlgemerkt, um über den Kurs eines Betriebes mit ca. 20 Mitarbeitern zu entscheiden.
Das heiße Essen einer echten Leitung wird zwar gelegentlich in den Mund genommen, aber weder geschluckt, geschweige denn verdaut.
Ich habe mal überschlagen, dass von meiner Arbeitszeit in Leitungsaufgaben ca. 75% für Teambesprechungen anfielen und nur der kleine Rest – also ca. 8 Arbeitsstunden (monatlich!!!) für die Umsetzung blieben. In der Endphase mit den existenziellen Konflikten war selbst das nicht mehr möglich.
Es ist nun sehr ambivalent für mich, diesem Treiben in neuer Besetzung und mit neuen Teamnamen mit viel innerem Abstand zuzusehen …
Liebe Katarina,
ich finde es gut, dass du deinem inneren Ruf folgst und Mitstreiter für dieses Thema suchst.
Ob ich den Rahmen, wie du ihn hier beschreibst ganz nach empfinden kann, weiß ich noch nicht.
Was ich weiß, dass es z.B. für ein funktionierendes Qualitätsmanagement und ein sauberes Beschwerdemanagement solche ausformulierten qualitativen und inhaltlichen Ziele braucht.
Da diese, so wie ich es verstanden habe, bislang eher frei durch den Raum wabern, aber noch niemand sich die Mühe gemacht hat sie konkret zu formulieren und auch sichtbar zu machen, kann ich deine Initiative nur begrüßen und würde mich sehr freuen, wenn du hier mit einer Gruppe von Menschen zu ganz klaren und konkreten und nachvollziehbaren Ergebnissen kommst – das wäre wundervoll.
Ob es dafür wirklich ein mandat braucht, kann ich schwer einschätzen, da es ja, so wie ich es verstehe eher um „Leitbilder“ geht, weniger um konkrete Entscheidungen?!
Was mir dazu jedes mal einfällt ist die Vereinssatzung – sind dort nicht eigentlich genau diese inhaltlichen Leitbilder festgehalten? Unsere innere Ausrichtung so zu sagen, zu der wir uns hier mit dem Eintritt als „Lebensgärtner*in committen? Gilt diese überhaupt noch? Ist sie Konsens für innere und äußere Werte? Braucht sie ein „update“
Viele Fragen und die Hoffnung auf Antworten in einem lebendigen 2020… 😉
Herzensgruß Miriam