Hintergrund des Gewächshauses, Transformation PaLS

In Vorbereitung des nächsten Fishbowls am nächsten Mittwoch Gemeinschaftsgewächshaus, Fishbowl die 2. möchte ich kurz vermitteln, was wir vorzustellen versuchen. Zur Finanzierung haben wir im letzten Fishbowl schon was erzählt und werden es sicherlich auch wieder tun. Wir freuen uns auf euch!

Status Quo PaLS

In den vielen Gesprächen der letzen Monate mit euch Lebensgärtnern ist in mir das Bild entstanden, dass PaLS zu einer nährstoffreichen Ursuppe zerfallen ist. Wie schaffen wir es, gemeinsam daraus etwas wachsen zu lassen, das uns Menschen vor Ort dient. Declan erzählte mir, dass genau dies die Ursprungs-Motivation war, als 2003 das Gelände gekauft wurde.

Ein so ambitioniertes Projekt, wie es vielen von uns vorschwebt, ist auf die Mitarbeit von motivierten Menschen und Teams angewiesen. Mit Menschen, die sich mit dem, was und wie sie es tun, wohl fühlen, kann etwas entstehen, was Bestand hat. Das Schaffen und Halten von solchen Teams ist uns in der Vergangenheit nicht gelungen.

Es gab sogar die Wahrnehmung, dass die Verbindung zwischen PaLS und Lebensgarten von Ablehnung und Feindseligkeiten geprägt war.

Diese Gräben haben wir mit Hilfe der diesjährigen Ernte und einigen gemeinsam verzehrten Gemüsesuppen zuschütten können. Die tollen, verbindenden Aktionen und Events haben die Verbundenheit erneuert, auf der wir nun aufbauen können.

Quo vadis PaLS

Uns scheint, wir alle wollen die Investitionen und geschaffenen Potentiale von PaLS erhalten und nutzen. Das sollten wir aber auf eine finanziell & sozial nachhaltige Art umsetzen. Mehr noch: Mit (sehr) lukrativen Modulen wollen wir die Basis schaffen, ideelle Bereiche finanzieren zu können.

Essentieller Teil dieser Nachhaltigkeit ist somit eine finanzielle Tragfähigkeit.

Wenn unsere wesentlichen Bedürfnisse abgedeckt werden, entsteht Freiraum, in dem sich engagierte Menschen ihrer Begeisterung widmen können. Idealerweise kommen die Mittel dazu aus dem finanziellen Erfolg unseres Engagements. Das möchten wir erzeugen und unterstützen.

Wichtig ist uns: Ohne engagierte Menschen wird NICHTS umgesetzt.Mit Blick auf die Menschen wollen wir eine grundlegende Neuausrichtung der Organisation schaffen: Es gilt Menschen so miteinander zu verbinden, dass sich die Zusammenarbeit beflügelnd auswirkt. Das ist für uns soziale Nachhaltigkeit.

PaLS kann nur in einem stabilen, unterstützenden Umfeld florieren.

Für eine nachhaltige Einbindung des sozialen Umfeldes schaffen wir eine Institution, deren dienende Aufgabe es ist, aus motivierten Individuen erfolgreiche Teams zu machen. Dieses Angebot stellen wir Menschen zur Verfügung, die ihre gemeinsame Begeisterung in ein erfolgreiches Projekt verwandeln wollen.

Durch diese dienende Haltung schaffen wir ein Angebot, das auch Gruppen offen steht, die Interesse an der Entwicklung, Nutzung und Bestellung des PaLS-Geländes haben. Denn eine dauerhafte, verlässliche Mitarbeit auf PaLS kann unserer Ansicht nach nur durch Ortsansässige erfolgen.

Zur Unterstützung des sozialen Umfeldes schaffen wir eine Unterstützungsstruktur und -kultur, die Menschen & Gruppen im Blick hat und ihnen hilft, nachhaltig finanziell & sozial erfolgreich zu sein.

Transformation PaLS zum Gemeinschaftsgewächshaus

Der Begriff „Gewächshaus“ ist metaphorisch gemeint. Er steht für einen Schutzraum für Initiativen von Gleichgesinnten.

Pflanzen gleicher Art (Menschen gleicher Begeisterung) bekommen in unserem Gewächshaus (Akademie und Inkubator, Vermittlung zu allen Potentialen des Umfeldes) einen geschützten Bereich. Egal, ob es Bäumchen (Interesse an Ernährung), Salatpflanzen (Interesse an Selbstversorgung), Beerensträucher (Interesse an integralen Entwicklungstheorien) oder Wasserpflanzen (deine Begeisterung 🙂 sind, profitieren sie von einer gemeinsamen Beregnungsanlage (Büro, Moderation, Internet, …), dem Dünger (Coaching), dem Licht (Förderanträge) und der Wärme (Begleitung der internen Prozesse) des Gewächshauses.

Könnt ihr erkennen, auf welche Weise wir damit unserer Gemeinschaft zu Diensten sein wollen? Es ist mir ein tiefes Anliegen mit dem Ansatz von euch verstanden zu werden. 🙂

5 Kommentare zu „Hintergrund des Gewächshauses, Transformation PaLS“

  1. Lieber Til, warum braucht es den Umweg erst einmal Teams unterstützen zu müssen, damit sie erfolgreich arbeiten können. ???? Schau dich um im Lebensgarten wieviele Menschen sich für ein gutes Miteinander in unserer Gemeinschaft engagieren. und wir auch seit 30 Jahren den Seminarbetrieb immer wieder weiter und neu entwickel haben. Du selbst hast gerade hervoragend an den neuen Strukturen für die Gemeinschaft mitgearbeitet. Wir werden auch für Pals ein wunderbares Konzept erstellen, das es uns ermöglicht mit unseren Möglichkeiten und in unserem Tempo unsere Kräfte zusammentragen und Neues entwickel. Der Seminarbetrieb könnte so gut neue Themen gebrauchen, die uns das Gelände ermöglichen würden. Und ich möchte keinesfalls auf erntefrischs, biologisch angebautes Gemüse verzichten, wie auch immer es in die Erde rein und wieder herauskommt, das wird sich dann finden.

    • Liebe Helga,
      der Lebensgarten ist und bleibt gut, wie er ist. Es MUSS gar nichts. Hier läuft sehr vieles gut, so wie du es auch erwähnst.

      Es geht um ein zusätzliches Angebot. Wer es nutzen möchte, ist willkommen. Wer diesen Rahmen nutzen möchte, um auf dem Gelände etwas umzusetzen: HERZLICH WILLKOMMEN!!!

      Wenn das für dich ein Umweg ist, dann nimm den direkten Weg und stelle ein Konzept vor, wie es gehen kann. In meinen Augen ist dafür ein Team sinnvoll. Und was ist gegen eine Unterstützung des Teams einzuwenden?

      …und wenn das Team und das Konzept uns frische Ernte ermöglicht, feiern wir das alle!

      Es bleibt der Flaschenhals: Ohne verbindlich engagierte Menschen wird das Projekt, das du dir vorstellst, nicht umgesetzt. Ich denke, wir wollen dasselbe. Lass uns unsere Energie in Kooperation stecken.

  2. Ich sehe ein ambitioniertes Projekt mit vielen engagierten Menschen.
    So etwas tut dem Lebensgarten gut.
    Bleibt die Frage, ob das, was dieses Team vorhat, noch viel mit dem zu tun hat, was die Grundidee von PaLS ausmacht, oder ob auf der „nährstoffreichen Ursuppe“ (Til) etwas entsteht, bei der „erntefrisches, biologisch angebautes Gemüse“ (Helga) und die Verbreitung der Permakultur allenfalls eine Nebenrolle spielen.
    Wenn der eine PaLS sagt, meint er damit nicht unbedingt das Gleiche wie einE AndereR …

    Das war mein Fazit vom ersten Fischbowl.

    • Danke für deinen Kommentar! Wenn ich mir die 12 Prinzipien der Permakultur ansehe, scheint mir, dass das Gewächshaus 10 der Prinzipen erfüllt.

      Wenn das Konzept aufgeht, erhält der Garten und das Gelände mehr Unterstützung, als ihm jemals zugekommen ist.

      Und du hast absolut recht: Wenn ich von der neuen Struktur rede, habe ich nicht nur frisches Gemüse vor Augen.

      Aber auch!!!!

Schreibe einen Kommentar